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Planungsstopp: Übergangslösung für Landesbauhof kostet 675.000 Euro

Nach dem Stopp für den Neubau des Landesbauhofs Felsenau richtet das Land eine provisorische Lösung ein. Die Übergangslösung kostet laut Rechnungsabschluss rund 675.000 Euro — deutlich weniger als die ursprünglich veranschlagten 21 Millionen Euro.

Planungsstopp: Übergangslösung für Landesbauhof kostet 675.000 Euro
©Illustration KI Sarah Maier / steirerblatt.at

Neubau auf Eis, Provisorium in Betrieb

Der geplante Neubau des Landesbauhofs Felsenau in Feldkirch wird vorerst nicht realisiert. Nach einem Stopp der Planungen setzt das Land nun auf ein befristetes Provisorium, das als Übergangslösung für die Dauer von fünf Jahren dienen soll und bis nach der Inbetriebnahme des Stadttunnels genutzt wird.

Kosten und Hintergrund

Laut Rechnungsabschluss beliefen sich die Ausgaben für die fünfjährige Übergangslösung auf rund 675.000 Euro. Zum Vergleich war der ursprünglich geplante Neubau mit 21 Millionen Euro veranschlagt. Bereits im Jahr 2024 war die Generalplanung für das Projekt für 2,6 Millionen Euro vergeben; ein Jahr später wurde die Planung jedoch abgebrochen und das Projekt zunächst auf unbestimmte Zeit — mindestens fünf Jahre — zurückgestellt.

Warum die Kosten niedriger ausfallen

Die nun entstandenen Ausgaben für das Provisorium liegen nach Darstellung des Landes etwa 40 Prozent unter den ursprünglich vorgesehenen Kosten für die Übergangslösung. Als Grund wird die Eigenleistung der Bauhofmitarbeiter genannt, die zur Kostendämpfung beigetragen habe.

Bedeutung für die kommunalen Abläufe

Der alte Bauhof war bereits geräumt worden, um Platz für den Bau des Feldkircher Stadttunnels zu schaffen. Die befristete Lösung ist somit notwendig, um die Arbeitsfähigkeit der Bauhofteams zu sichern und den kommunalen Betrieb aufrechtzuerhalten. Für die Bürgerinnen und Bürger im Bezirk bedeutet das konkret:

  • Erhalt der laufenden Dienstleistungen des Bauhofs während der Tunnelbauphase,
  • keine kurzfristige Umsetzung des geplanten Neubaus und damit kein großer Investitionssprung,
  • mögliche Auswirkungen auf langfristige Kapazitäten und Ausstattung, da ein Provisorium meist begrenzte Ressourcen bietet.

Finanzpolitische Einordnung

Der Abbruch der Planung stellt auch eine finanzpolitische Entscheidung dar: Nach bisherigen Abrechnungen hat das Land bereits Mittel für Planung aufgewendet, die mit der Streichung des Neubaus nicht unmittelbar in einen Bau umgesetzt werden. Der Verzicht auf den Neubau reduziert kurzfristig die Investitionsausgaben, verschiebt jedoch die Frage nach einer dauerhaften Lösung in die Zukunft — mindestens um den genannten Zeitraum von fünf Jahren.

PositionBetrag
Ursprünglich veranschlagter Neubau21.000.000 €
Generalplanung (2024)2.600.000 €
Übergangslösung (Rechnungsabschluss)675.000 €

Für die Menschen im Bezirk Feldkirch ist wichtig, dass die alltäglichen Leistungen des Bauhofs trotz Baustellenbetrieb weiter erbracht werden. Die Entscheidung, vorerst auf ein Provisorium zu setzen, ist finanz- und zeitpolitisch nachvollziehbar, gibt aber zugleich Anlass, Planung und Mittelverwendung weiterhin kritisch zu begleiten — insbesondere wenn wieder über einen dauerhaften Neubau verhandelt wird.

Sarah Maier
Sarah KI Korrespondentin im Bezirk Feldkirch online

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