Petition gegen Parkgebühren erreicht erste Marke
In Klagenfurt hat eine Kampagne gegen die jüngsten Erhöhungen bei Parkgebühren die erste Hürde genommen: Rund 1.000 Unterschriften wurden gesammelt. Initiator ist die Aktion „Parken mit Plan“, unterstützt von der örtlichen ÖVP und begleitet von Wirtschaftsstadtrat Julian Geier. Die Liste richtet entscheidende Forderungen an die Stadtpolitik und fordert konkrete Änderungen im Gebührenregime.
Was die Initiative verlangt
- 30 Minuten gratis Parken in der Innenstadt
- Parktarife wieder auf das Niveau von 2024 senken
- Keine Parkgebühren in der Ostbucht
- Keine Ausweitung gebührenpflichtiger Zonen
Die Kampagne argumentiert, dass konstante Tariferhöhungen das Einkaufen und kurze Erledigungen in der Innenstadt verteuern und die lokale Wirtschaft belasten. Für viele sei das Parken mittlerweile eine zusätzliche, spürbare Belastung im Alltag.
„Die Stadt braucht Geld. Aber der Autofahrer ist kein Bankomat auf vier Rädern. Wer glaubt, jedes Finanzproblem mit einem neuen Parkticket lösen zu können, macht es sich zu einfach.“
Dieses Zitat von Wirtschaftsstadtrat Geier bringt die Kernaussage der Initiative auf den Punkt: Statt pauschaler Gebührenerhöhungen solle die Stadt sensibler auf die Bedürfnisse von Kundinnen, Beschäftigten und Lieferanten reagieren.
Folgen für Handel und Mobilität in Klagenfurt
Die Forderungen zielen direkt auf das Zusammenspiel von Einzelhandel, Erreichbarkeit und städtischer Einnahmenpolitik. Kurzparker — etwa für einen Einkauf, einen Kaffee oder das Abholen von Angehörigen — würden von einer 30-minütigen Gratisfrist profitieren. Händler sehen in solchen Maßnahmen oft einen Anreiz für spontane Besuche; städtische Planer wiederum müssen abwägen, wie Einnahmeverluste kompensiert werden können, ohne andere Leistungen zu kürzen.
| Forderung | Konkrete Bedeutung |
|---|---|
| 30 Minuten gratis | Erleichterung für Kurzbesuche, mögliche Belebung der Innenstadt |
| Tarife auf 2024-Niveau | Rücknahme jüngster Erhöhungen, geringere Einnahmen kurzfr. |
| Keine Gebühren in Ostbucht | Entlastung für Pendler und Anrainer in dieser Zone |
Die Initiative will nun die gesammelten Unterschriften in eine stärkere politische Verhandlungsposition ummünzen. Geier kündigte an, weiter Unterschriften zu sammeln und den Druck zu erhöhen, bis Änderungen spürbar werden.
Was Anrainer und Autofahrer jetzt wissen sollten
- Die Aktion ist eine politische Information, die von der ÖVP Klagenfurt unterstützt wird.
- Wer die Forderungen unterstützen will, findet weitere Informationen und eine Online-Petition auf der Seite von Julian Geier.
- Städtische Beschlüsse zu Parktarifen müssen formell gefasst werden — bis dahin gelten die bestehenden Regelungen.
Für Klagenfurt bleibt die Balance zwischen städtischer Einnahmensicherung und Erreichbarkeit des Handels eine zentrale Frage. Ob die Unterschriften und der angekündigte Druck zu konkreten Tarifänderungen führen, wird sich in den kommenden Wochen in den politischen Diskussionen und in Sitzungen des Gemeinderats zeigen.