Das Stadtarchiv Feldkirch hat einen großen Bestand mittelalterlicher Urkunden für die Öffentlichkeit geöffnet. Insgesamt verwahrt die kommunale Sammlung 1.347 Urkunden, die nun auf der europäischen Plattform Monasterium.net online zugänglich sind. Die Digitalisierung der Akten war bereits abgeschlossen; nun folgt die Freischaltung als nächster Schritt der städtischen Digitalisierungsstrategie.
Bedeutung für Forschung und Öffentlichkeit
Mit der Veröffentlichung werden die Dokumente sowohl für die wissenschaftliche Forschung als auch für Schulen, Vereine und interessierte Bürgerinnen und Bürger direkt nutzbar. Der Zugriff erfolgt kostenfrei, wodurch der Zugang zu historischen Quellen bewusst niederschwellig gestaltet wird. Die digitale Bereitstellung sichert außerdem die langfristige Verfügbarkeit dieser Quellen außerhalb der physischen Magazinräume.
Internationale Vernetzung
Die Kooperation mit Monasterium.net verankert das Feldkircher Archiv in einem europäischen Verbund, der bereits mehr als 770.000 Urkunden vernetzt. Das erhöht die Sichtbarkeit Feldkirchs über die Region hinaus und erleichtert vergleichende Forschungen zu historischen Verwaltungs- und Rechtsquellen.
„Die Geschichte Feldkirchs ist ein wichtiger Teil unserer Identität. Durch die digitale Öffnung bleibt dieses Erbe nicht länger verborgen, sondern steht der Bevölkerung sowie der Fachwelt zur Verfügung.“
Dieses Zitat des Bürgermeisters unterstreicht die Absicht, lokale Geschichte öffentlich zugänglich zu machen. Kulturstadträtin Natascha Soursos bewertet die Maßnahme als modernen Beitrag zur Kulturvermittlung und betont die Priorität auf Transparenz und Barrierefreiheit.
Konkrete Folgen für den Bezirk
- Schulen können primäre Quellen im Unterricht einsetzen und lokale Geschichte praxisnah vermitteln.
- Privatpersonen und Heimatforscher erhalten einfachen Zugriff auf Ahnen- und Ortsforschung.
- Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten digitale Reproduktionen für Transkription, Edition und Vergleichsstudien.
Weil die Dokumente bereits digital vorliegen, ist der zusätzliche Aufwand für Bereitstellung vergleichsweise gering, der kulturelle Mehrwert jedoch groß. Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das: Sie können ohne Besuch der Magazinsäle und ohne Gebühr Einsicht in mittelalterliche Urkunden nehmen.
| Bestand | Anzahl |
|---|---|
| Stadtarchiv Feldkirch – mittelalterliche Urkunden | 1.347 |
| Monasterium.net – vernetzte Urkunden (europaweit) | 770.000+ |
Wer die Dokumente einsehen möchte, findet sie auf der Plattform Monasterium.net. Für Schulen und lokale Initiativen ergibt sich damit eine einfache Möglichkeit, Quellenarbeit in Projekte einzubinden. Das Stadtarchiv bleibt weiterhin Anlaufstelle für Beratungen zur Nutzung der Bestände und kann ergänzende Hinweise zur Kontextualisierung der Urkunden geben.
Die digitale Veröffentlichung markiert einen Schritt hin zu größerer Zugangsgerechtigkeit historischer Quellen in Feldkirch und stärkt zugleich die kulturelle Außenwahrnehmung der Stadt.