Großbaustelle zwischen Feldkirch und Buchs erreicht Halbzeit
Die Sanierung der Eisenbahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs läuft nach Angaben der ÖBB planmäßig: Rund die Hälfte der Arbeiten sei abgeschlossen, die Verbindung ist seit dem 14. Juni gesperrt und soll nach aktuellem Stand Mitte Oktober wieder für den Zugsverkehr freigegeben werden. Das Vorhaben betrifft die rund 18 Kilometer lange Strecke, die von den ÖBB betrieben wird und durch Österreich, Liechtenstein und die Schweiz führt.
Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen mehrere lokale Maßnahmen, die für Pendlerinnen und Pendler sowie Patientinnen und Patienten des LKH Feldkirch von Bedeutung sind: In Feldkirch entsteht die neue Haltestelle Feldkirch‑Tosters mit Personenunterführung und Aufzügen, zugleich wird die bisherige Haltestelle Feldkirch‑Tisis aufgegeben. Dadurch soll das Landeskrankenhaus besser an den öffentlichen Verkehr angebunden werden.
"Zur Halbzeit laufe alles nach Plan", heißt es von den ÖBB.
Weitere Baumaßnahmen entlang der Strecke umfassen die Erneuerung von insgesamt 3,6 Kilometern Gleis- und Unterbauanlagen, die Modernisierung von zehn Eisenbahnkreuzungen sowie den Austausch oder die Ertüchtigung von vier Brücken. Mehrere der bestehenden Brücken sind teilweise bereits seit rund 100 Jahren in Betrieb; an der Buchser Rheinbrücke etwa wird der Korrosionsschutz neu aufgebaut.
Die Bauarbeiten werden nicht nur während der Totalsperre ausgeführt: Nach Angaben der Projektpartner gehen Arbeiten entlang der Strecke auch nach Ende der Sperre weiter. Insgesamt sollen laut ÖBB und dem Land Vorarlberg bis 2029 rund 187 Millionen Euro in die Sanierung fließen. Ursprünglich war das Projekt mit etwa 100 Millionen Euro veranschlagt; die Kostensteigerung resultiert aus einem deutlich umfassenderen Sanierungsumfang.
Konkrete Abläufe in den kommenden Wochen
Für den Bereich rund um Feldkirch sind in den nächsten Wochen schwere Gleisbaumaschinen und Spezialzüge im Einsatz: Vom Mitteleinsatz im August bis Ende September kommen insbesondere Schnellumbauzüge und Gleisstopfmaschinen zum Einsatz, um Unterbau und Schienen zu erneuern. Die ÖBB nennen den Abschluss der Betonierarbeiten an der neuen Haltestelle sowie verlegte Entwässerungsanlagen und Vorbereitungen für den Einsatz der Gleisbaumaschinen als erreichte Etappenziele.
- Seit 14. Juni: Totalsperre der Strecke
- Mitte Oktober: Geplante Wiederinbetriebnahme
- 3,6 km: Erneuerung von Gleis- und Unterbau
- 10 modernisierte Eisenbahnkreuzungen
- 4 Brücken erneuert oder ertüchtigt
- Neue Haltestelle Feldkirch‑Tosters, Auflassung Tisis
Für Pendlerinnen und Pendler im Raum Feldkirch bedeutet die baustellenbedingte Sperre seit Juni längere Umsteigewege und Ersatzverbindungen; die verbesserte Anbindung des LKH kann langfristig jedoch den Individualverkehr reduzieren und die Erreichbarkeit des Krankenhauses verbessern. Zudem soll die Modernisierung die Sicherheit an Bahnkreuzungen erhöhen und die Zuverlässigkeit des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs stärken.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Streckenlänge | 18 km |
| Gleis-/Unterbauerneuerung | 3,6 km |
| Eisenbahnkreuzungen | 10 |
| Brücken | 4 |
| Investitionsvolumen (bis 2029) | 187 Millionen Euro |
Die Bauarbeiten sind ein grenzüberschreitendes Projekt: Da die Strecke den ÖBB gehört, liegen auch Teile der Arbeiten in Liechtenstein in der Verantwortung der ÖBB. Ein zuvor geplantes, weitergehendes Ausbaumodell («FLACH»), das zusätzliche zweispurige Abschnitte vorgesehen hatte, war an der Ablehnung in Liechtenstein gescheitert. Die aktuelle Sanierung konzentriert sich deshalb auf Erneuerung und Modernisierung bestehender Anlagen.
Für die Bevölkerung in Feldkirch bleibt in den kommenden Wochen wichtig, Informationen zu Fahrplanänderungen, Ersatzverkehr und Öffnungszeiten des LKH im Blick zu behalten. Die ÖBB sowie das Land Vorarlberg kommunizieren fortlaufend Fortschritte und geplante Eingriffe.