Im Waldbad Feldkirch hat sich am Dienstagnachmittag ein schwerer Badezwischenfall ereignet: Ein dreijähriger Bub geriet gegen 16.30 Uhr in ein Becken, nachdem er sich unbemerkt von seiner Mutter entfernt und eine Rutschbahn hinuntergerutscht war. Laut Polizeibericht trug das Kind keine Schwimmhilfen und ging daraufhin sofort unter.
Ablauf und Rettung
Den reglosen und zunächst bewusstlosen Buben entdeckte ein aufmerksamer Badegast, der ihn aus dem Wasser holte und zum Bademeister brachte. Der Bademeister begann unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Zufällig anwesende medizinische Fachkräfte – zwei Ärzte und eine Krankenpflegerin – unterstützten die Reanimation. Innerhalb weniger Minuten kehrte das Bewusstsein des Kindes zurück.
Medizinische Versorgung und Zustand
Das Kind wurde im Anschluss zur weiteren Abklärung ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht und dort mehrere Stunden überwacht. Nach Angaben der Polizei ergaben sich keine Hinweise auf bleibende Gesundheitsschäden.
Bedeutung für Badegäste und Eltern
Der Vorfall zeigt, wie schnell sich gefährliche Situationen an öffentlichen Badeanlagen entwickeln können und wie entscheidend unmittelbares Eingreifen ist. Für Eltern und Aufsichtspersonen im Bezirk Feldkirch ergeben sich daraus folgende praktische Hinweise:
- Aufsichtspflicht: Kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt in die Nähe von Wasser lassen – selbst kurze Abwesenheiten können ausreichen.
- Schwimmhilfen: Bei Kleinkindern stets geeignete Schwimmhilfen verwenden, die der Größe und dem Gewicht entsprechen.
- Reanimationskenntnisse: Grundkenntnisse in Erster Hilfe und Wiederbelebung können Leben retten; viele Vorarlberger Organisationen bieten Kurse an.
Zeitleiste
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| ca. 16:30 | Kind entfernt sich von seiner Mutter und rutscht die Rutsche hinunter |
| unmittelbar danach | Bub geht im Becken unter; Badegast zieht ihn aus dem Wasser |
| kurze Zeit später | Bademeister und anwesende Ärztinnen/Ärzte beginnen Reanimation |
| wenige Minuten | Kind erlangt das Bewusstsein; Einlieferung ins Krankenhaus |
Die Polizei ermittelt nicht von Verletzungen oder bleibenden Schäden, bleibt aber im Rahmen der üblichen Befragungen involviert. Für die Waldbad-Besucherinnen und -Besucher im Bezirk Feldkirch ist der Vorfall Anlass, Überwachungs- und Sicherheitskonzepte zu reflektieren und persönliche Vorsichtsmaßnahmen zu intensivieren.