Streckenmodernisierung erreicht Halbzeit
Auf der rund 18 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs sind die Arbeiten nach Angaben der ÖBB und der Projektpartner zur Hälfte der geplanten etwa 120-tägigen Bauphase abgeschlossen. Die Modernisierung erfolgt länderübergreifend in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz und umfasst mehrere Maßnahmen, die auch konkrete Folgen für den Verkehr und die Haltestellen im Raum Feldkirch haben.
Besonders relevant für Pendlerinnen und Pendler im Bezirk Feldkirch ist die Umgestaltung der Haltestellen: In Feldkirch wird die neue Haltestelle Feldkirch Tosters gebaut, inklusive Personenunterführung und zwei Aufzügen. Gleichzeitig ist vorgesehen, die bestehende Haltestelle Feldkirch Tisis aufzulassen. Diese Veränderungen verschieben Zugänge zum öffentlichen Verkehr lokal und werden die Wege für manche Fahrgäste verändern.
Welche Arbeiten bereits umgesetzt sind
Regional auffällig sind folgende Fortschritte: In Liechtenstein und in der Schweiz wurden Brücken zwischen Schaan und Buchs bereits mit neuen Tragwerken versehen. An der Buchser Rheinbrücke läuft die zweite Phase der Erneuerung des Korrosionsschutzes, die laut Projektplanung bis Mitte Oktober abgeschlossen sein soll. Im Bahnhof Nendeln ist die erste Weiche verlegt, und dort entstehen neue Bahnsteige.
- Erneuert: 3,6 Kilometer Gleisanlagen und Unterbau
- Modernisiert: 10 Eisenbahnkreuzungen
- Ersetzt: 4 Brücken (neue Tragwerke erreichen zusammen rund 101 Meter)
Für Feldkirch konkret sind außerdem Betonierarbeiten bei der Haltestelle Tosters beinahe abgeschlossen. Von Mitte August bis Ende September sollen im Raum Feldkirch vor allem Schnellumbauzüge und Gleisstopfmaschinen zum Einsatz kommen, was kurzfristig zu Einschränkungen, Lärm und temporären Sperren führen kann.
Was das für Pendlerinnen und Pendler bedeutet
Die Neuordnung der Haltestellen führt zu veränderten Zu- und Umstiegswegen. Fahrgäste, die bislang Tisis nutzten, müssen künftig die neue Haltestelle Tosters ansteuern. Die geplante Personenunterführung mit zwei Aufzügen stellt langfristig barrierefreie Zugänge sicher; kurzfristig sind jedoch Bauarbeiten und lokale Verkehrsmaßnahmen zu erwarten, die das Pendleraufkommen beeinflussen können. Die Umstellungsphase verlangt von Anwohnenden und Pendelnden Aufmerksamkeit bei Fahrplan- und Haltestelleninformation.
«Mit dem Ausbau der Strecke Feldkirch-Buchs wird der öffentliche Verkehr über Landesgrenzen hinweg gesichert und die Grundlage für ein attraktives, klimafreundliches Mobilitätsangebot geschaffen»
Die ÖBB betonen, dass die Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind. Gleichwohl bleibt die Koordination innerhalb des Dreiländer-Projekts anspruchsvoll, weil Genehmigungen, Bauablauf und Betriebsablauf in mehreren Hoheitsgebieten synchronisiert werden müssen.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Streckenlänge | 18 km |
| Bautage (gesamt) | ca. 120 Tage |
| Erneuerte Gleise | 3,6 km |
| Eisenbahnkreuzungen modernisiert | 10 |
| Brücken ersetzt | 4 |
Die nächsten Wochen werden zeigen, wie reibungslos die letzte Bauphase im Raum Feldkirch verläuft. Für Reisende und Anrainerinnen bedeutet das in erster Linie: genau informieren, Fahrplanänderungen beachten und auf lokale Hinweise der ÖBB achten, insbesondere während der geplanten Einsätze von Schnellumbauzügen und Gleisstopfmaschinen.