Hälfte der Arbeiten am grenzüberschreitenden Bahnprojekt abgeschlossen
Seit Mitte Juni arbeiten die ÖBB gemeinsam mit Partnern aus Liechtenstein und der Schweiz an der Erneuerung der insgesamt 18 Kilometer langen Bahnverbindung zwischen Feldkirch und Buchs. Nach Angaben der Projektverantwortlichen laufen die Arbeiten planmäßig und zahlreiche Bauabschnitte konnten bereits fertiggestellt werden. Ziel des Millionenprojekts ist es, den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr langfristig zu sichern und ein attraktives, klimafreundliches Mobilitätsangebot anzubieten.
Auch auf Vorarlberger Gebiet sind Fortschritte sichtbar: In Feldkirch entsteht die neue Haltestelle Feldkirch‑Tosters. Die Betonarbeiten für die Station sind nach Angaben der Berichte nahezu abgeschlossen, Entwässerungsleitungen wurden verlegt und die Vorbereitungen für den Einsatz großer Gleisbaumaschinen sind abgeschlossen. Parallel dazu wird die bisherige Haltestelle Feldkirch‑Tisis abgebaut, da sie den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht.
Was in der Region bereits umgesetzt wurde
- Brücken zwischen Schaan (FL) und Buchs erhielten neue Tragwerke.
- In Buchs wird an der Rheinbrücke der Korrosionsschutz erneuert; Fertigstellung geplant bis Mitte Oktober.
- Im Bahnhof Nendeln (FL) wurde die erste neue Weiche verlegt; zwei neue Bahnsteige von je etwa 120 Metern Länge sind in Bau.
- Neun Eisenbahnkreuzungen in Liechtenstein werden mit modernen Signalanlagen ausgestattet; mehrere Bahnübergänge stehen kurz vor der Wiederfreigabe.
Für Technikinteressierte kündigen die Projektverantwortlichen für die kommenden Wochen den Einsatz spezieller Maschinen an: Untergrundsanierungsgeräte, Schnellumbauzüge und andere Spezialgeräte sollen insbesondere im Raum Feldkirch zum Einsatz kommen. In der unmittelbaren Umgebung werden deshalb zeitlich begrenzte Arbeiten sichtbar und hörbar sein.
| Maßnahme | Status / Zeitangabe |
|---|---|
| Projektbeginn | Mitte Juni |
| Gesamtlänge | 18 km |
| Rheinbrücke Buchs – Korrosionsschutz | Fertigstellung geplant bis Mitte Oktober |
| Einsatz intensiver Baumaschinen | Insbesondere Mitte August bis Ende September |
Lokale Auswirkungen für Feldkirch
Die neue Haltestelle Feldkirch‑Tosters wird in der Folge einen modernen Zugang zur Schiene bieten und die Mobilität im Stadtteil verbessern. Für Pendlerinnen und Pendler sowie Gelegenheitsreisende bedeutet das Angebot potenziell kürzere Wege zum Zug und bessere Umsteigemöglichkeiten. Kurzfristig ist mit Verkehrsbehinderungen durch Baustellen, Lärm sowie dem Einsatz großer Maschinen zu rechnen; Anrainerinnen und Anrainer wurden durch die Projektkommunikation auf bevorstehende Arbeiten hingewiesen.
Langfristig soll die modernisierte Verbindung die grenzüberschreitende Nutzung des öffentlichen Verkehrs erleichtern und damit zur Verlagerung von Pkw‑Verkehren auf die Schiene beitragen. Für die Region Feldkirch bedeutet das eine Stärkung der nachhaltigen Verkehrsangebote und eine verbesserte Anbindung an benachbarte Regionen in Liechtenstein und der Schweiz.
Die ÖBB und die beteiligten Partner halten an ihrem Zeitplan fest; weitere Detailinformationen zu konkreten Sperrungen oder Fahrplanänderungen sind über die offiziellen Stellen und die Verkehrsauskunft zu beziehen.