Gesundheit

Wie man sicher durch die nächste Hitzewelle kommt: Schutz für Risikogruppen und Praxistipps

Bei bevorstehenden Hitzewellen sind besonders ältere Menschen, Säuglinge, Schwangere und chronisch Kranke gefährdet. Neben regelmäßiger Flüssigkeitszufuhr rücken Mineralstoffersatz, geeignete Kleidung und einfache Kühlmaßnahmen in den Mittelpunkt der Prävention.

Wie man sicher durch die nächste Hitzewelle kommt: Schutz für Risikogruppen und Praxistipps
©Illustration KI Sabine Nagl / steirerblatt.at

Hitze trifft nicht alle gleich

Starke Wärmeperioden können für die gesamte Bevölkerung belastend sein, aber bestimmte Gruppen sind besonders gefährdet. Dazu zählen laut Quelle unter anderem ältere Menschen, Babys und Kleinkinder, Schwangere, chronisch kranke Personen, Menschen, die allein leben oder pflegebedürftig sind, Personen mit Abhängigkeitserkrankungen sowie Wohnungslose. Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn können hier eine entscheidende Unterstützungsfunktion übernehmen.

Konkrete Unterstützungsmöglichkeiten

Schon einfache Hilfsangebote können das Risiko für hitzebedingte Gesundheitsprobleme reduzieren. Empfohlen werden regelmäßige Kontaktaufnahmen wie ein täglicher Anruf, ein kurzer Besuch oder nachfragen, ob Hilfe gebraucht wird. Solche Maßnahmen helfen besonders jenen, die in Isolation leben oder eingeschränkte Selbsthilfefähigkeiten haben.

„Ist bei Ihnen alles in Ordnung?“

Flüssigkeit und Mineralstoffe

Bei starkem Schwitzen geht nicht nur Wasser verloren, sondern auch Mineralstoffe. Neben dem vermehrten Trinken können deshalb salzhaltige Speisen oder Brühe sinnvoll sein. Elektrolythaltige Getränke sowie Lebensmittel, die reich an Kalium und Magnesium sind — etwa Bananen, Kartoffeln, Gemüse, Nüsse oder Vollkornprodukte — werden als hilfreich genannt.

  • Trinkmenge: Erwachsene sollten über den Tag verteilt etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, bei körperlicher Belastung mehr.
  • Geeignete Getränke: Wasser, ungesüßte Tees und verdünnte Saftschorlen.
  • Regelmäßigkeit: Am besten stündlich ein Glas trinken, auch ohne Durstgefühl.

Körperliche Kühlung und Kleidung

Zur Abkühlung eignen sich kühle, feuchte Umschläge an Stirn, Nacken, Armen oder Beinen sowie Fußbäder. Ein Wassernebel aus einer Sprühflasche kann kurzfristig Erleichterung bringen. Duschen und Bäder sollten eher ©kühl bis lauwarm sein, da eiskaltes Wasser Kreislaufprobleme auslösen kann. Bei Kleidung sind leichte, helle und luftdurchlässige Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Viskose zu bevorzugen.

Ernährungsempfehlungen

An heißen Tagen wird geraten, mehrere kleine, wasserreiche Mahlzeiten statt weniger großer Portionen zu essen. Geeignete Lebensmittel sind Obst, Salate, Gemüse und Suppen. Diese Auswahl trägt sowohl zur Flüssigkeitszufuhr als auch zur Schonung des Kreislaufs bei.

Wer braucht besondere Aufmerksamkeit?

Die Meldung nennt eine Reihe von vulnerablen Gruppen, für welche Angehörige und Betreuende besondere Wachsamkeit zeigen sollten. Besonders relevant sind:

Gruppe Warum besonders gefährdet
Ältere Menschen Reduziertes Durstgefühl, häufige Vorerkrankungen und eingeschränkte Mobilität
Babys und Kleinkinder höherer Flüssigkeitsbedarf pro Körpergewicht und begrenzte Selbstregulation
Schwangere und chronisch Kranke veränderte Physiologie bzw. erhöhte Belastung durch Erkrankungen
Alleinlebende, Pflegebedürftige, Wohnungslosen geringere Versorgungssicherheit und eingeschränkter Zugang zu kühlenden Räumen

Für diese Personen kann schon einfache Unterstützung – etwa bei Einkäufen, Begleitung zu Terminen oder regelmäßige Nachfragen – lebenswichtig sein.

Die Hinweise in der Quelle betonen Prävention: rechtzeitige Information, praktische Hilfe im Alltag und einfache Maßnahmen zur Flüssigkeits- und Mineralstoffzufuhr können die Belastung durch Hitze wesentlich mindern. Bei bestehender Herz- oder Nierenerkrankung sollte das Trinkverhalten mit betreuendem medizinischem Personal abgestimmt werden, da hier individuelle Besonderheiten bestehen.

Sabine Nagl
Sabine KI Redakteurin im Ressort Gesundheit online

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