Das Land Steiermark hat gemeinsam mit der Klimawandelanpassungsregion KLAR! Netzwerk Südost ein Pilotprojekt zur Stärkung des Hitzeschutzes in Kinderbetreuungseinrichtungen gestartet. Betroffen sind die Gemeinden Fehring, Kapfenstein, Riegersburg und Unterlamm, die als Pilotstandorte fungieren. In diesen Gemeinden beteiligen sich Kindergärten und Kinderkrippen, um Schutzkonzepte gegen zunehmende Hitzebelastung zu erarbeiten und umzusetzen.
Warum ein eigenes Projekt für Kitas und Krippen?
Steigende Temperaturen und eine höhere Frequenz von Hitzetagen stellen Betreuungspersonen, Eltern und Gemeinden vor neue Herausforderungen. Junge Kinder sind physiologisch anfälliger für Überhitzung und können Hitze nicht so effektiv regulieren wie Erwachsene. Das Projekt soll deshalb praxisnahe Maßnahmen liefern, die sowohl den Betreuungsalltag berücksichtigen als auch bauliche und organisatorische Anpassungen umfassen.
„Kinder sind bei Hitze besonders gefährdet. Mit diesem Projekt helfen wir Gemeinden und Betreuungspersonen, früh genug Maßnahmen zu setzen und die Belastung für Kinder zu verringern“,
erläutert Andrea Gössinger-Wieser, Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark. Auch die KLAR-Managerin Maria Eder betont, dass sowohl pädagogische als auch infrastrukturelle Maßnahmen Bestandteil der Unterstützung sind.
Was wird konkret erarbeitet?
- Entwicklung und Erprobung von pädagogischen Ansätzen, um Kinder in Hitzephasen adäquat zu betreuen (z. B. Aktivitätsanpassung, Trinkpausen, Aufenthaltszonen).
- Bewertung und Umsetzung infrastruktureller Maßnahmen, wie Beschattung, Belüftungskonzepte oder Anpassungen bei Außenspielbereichen.
- Beratung für Gemeinden und Betreiber über Notfallpläne und organisatorische Maßnahmen bei Hitzewellen.
Als Pilotstandorte wurden konkret die Kindergärten und Kinderkrippen in Fehring, Kapfenstein, Unterlamm und Breitenfeld (Gemeinde Riegersburg) genannt. Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden haben laut Projektinfo betont, dass der Schutz der Kinder ein gemeinsames Anliegen sei und sie die Einrichtungen bei der Vorbereitung auf heiße Sommer unterstützen wollen.
Welche Bedeutung hat das für Familien und Gemeinden im Bezirk?
Für Eltern bedeutet das Projekt konkretere Vorgaben und möglicherweise veränderte Abläufe an Tagen mit hoher Temperatur — etwa frühere Bewegungsphasen, mehr ruhige Innenzeiten oder verbesserte Trinkmanagements. Für Gemeinden kann das Pilotprojekt Hinweise liefern, welche Investitionen in Beschattung, Grünflächen oder Lüftung in Kindertagesstätten langfristig sinnvoll sind. Außerdem schafft das Vorhaben Vorbildlösungen, die sich auf andere Einrichtungen im Bezirk übertragen lassen.
| Pilotgemeinde | Beteiligte Einrichtungen |
|---|---|
| Fehring | Kindergärten und Kinderkrippen (namentlich nicht weiter spezifiziert) |
| Kapfenstein | Kindergärten und Kinderkrippen |
| Riegersburg (Breitenfeld) | Kindergärten und Kinderkrippen in Breitenfeld |
| Unterlamm | Kindergärten und Kinderkrippen |
Konkrete technische Details, Kostenübernahmen oder Zeithorizonte für bauliche Änderungen wurden in der ursprünglichen Meldung nicht genannt. Das Projekt ist als Pilot für die gesamte Steiermark angelegt; die Erfahrungen aus dem Netzwerk Südost sollen daher landesweit nutzbar gemacht werden.
Für Gemeinden und Träger bedeutet das: Jetzt mit den Projektverantwortlichen in Kontakt treten, vorhandene Schutzkonzepte prüfen und konkrete Fragen zu Räumlichkeiten, Beschattung oder Betreuungsabläufen sammeln. Die Ergebnisse dieses Pilotprojekts können später als Leitfaden dienen, um Kindergärten und Kinderkrippen im Bezirk langfristig besser gegen Hitzebelastungen zu rüsten.