Ein Feuer an einer bedeutenden Eisenbahnverbindung hat seit Freitag den Zugverkehr zwischen Düsseldorf und Köln unterbrochen. Sicherheitskreise gehen inzwischen davon aus, dass es sich um einen absichtlich gelegten Brandanschlag handeln könnte. Die Strecke bleibt bis auf Weiteres gesperrt, weil die Schäden nach Angaben der Deutschen Bahn als „immensen Schäden“ bewertet werden.
Bekennerschreiben und Gruppe
Auf der linken Plattform indymedia.org ist ein mutmaßliches Bekennerschreiben mit dem Namen der Gruppe „Kommando Angry Birds“ veröffentlicht worden. In dem Schreiben wird die Verantwortung für die Sabotage nördlich von Leverkusen reklamiert; laut Text seien Brandsätze in Kabelschächten deponiert worden. Sicherheitsbehörden prüfen die Echtheit des Schreibens und mögliche Zusammenhänge mit anderen Delikten.
„immensen Schäden“
Polizeiliche Maßnahmen
Der Staatsschutz der Kölner Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Behörden untersuchen, ob strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt und ob das Feuer gezielt gelegt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen wird ein technischer Defekt als alleinige Ursache für den Böschungsbrand als wenig wahrscheinlich eingeschätzt.
Kontext: frühere Vorfälle
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen hat die Gruppe „Kommando Angry Birds“ bereits in der Vergangenheit Anschläge für sich reklamiert:
- Im Juli 2025 beanspruchte sie einen Anschlag auf die Hauptstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg.
- Anfang Jänner 2026 wurde ein mutmaßlicher weiterer Anschlag genannt.
| Datum | Vorfall |
|---|---|
| Juli 2025 | Anschlag an Strecke Düsseldorf–Duisburg (Reklamation durch Gruppe) |
| Jänner 2026 | Erwähnung eines weiteren versuchten Anschlags |
| Juli 2026 | Brand an Strecke Düsseldorf–Köln; derzeit gesperrt; Bekennerschreiben veröffentlicht |
Auswirkungen für Reisende und Infrastruktur
Die Sperre der Strecke hat direkte Folgen für Pendler, Fernverkehr und Gütertransporte in einer der verkehrsintensivsten Regionen Deutschlands. Unklar ist bislang, wann ein regulärer Zugbetrieb wieder möglich sein wird; die Dauer richtet sich nach dem Ausmaß der Schäden und dem Abschluss kriminaltechnischer Untersuchungen. Für Bahnnutzer bedeutet das erhöhte Reisezeiten und Umwege, für Unternehmen potenziell längere Lieferzeiten.
Die laufenden Ermittlungen des Staatsschutzes dienen nicht nur der Täterermittlung, sondern auch der Abklärung, ob es Verbindungen zu weiteren Delikten oder zu anderen Gruppen gibt. Angesichts der wiederholten Nennung derselben Gruppierung in Zusammenhang mit Anschlägen betonen Sicherheitsexperten die Bedeutung einer lückenlosen Aufklärung.
Weitere Details zu Schadensumfang, möglichem Tatmotiv und zum Zeitplan der Wiederaufnahme des Betriebs stehen noch aus. Die Behörden haben Ermittlungen und Prüfungen angekündigt; die Bahn hat auf die schweren Auswirkungen des Vorfalls hingewiesen.