Neue Struktur für Ankunft, Ersteinschätzung und Beobachtung
In Graz wurde der letzte Abschnitt der Zentralen Notaufnahme (ZAM) des LKH-Uniklinikums fertiggestellt. Im neu errichteten Bereich befindet sich eine Eingangszone mit getrennten Schaltern für Rettungstransporte und für Patienten, die selbst anreisen. Anschließend erfolgen die Ersteinschätzung und Triage; daraufhin werden Patienten in die passenden Behandlungsbereiche des ZAM, in die allgemeinmedizinische Akutversorgung oder auf die neue Beobachtungsstation zugewiesen.
Die Beobachtungsstation ist mit 30 Betten und Behandlungsplätzen ausgestattet, in denen Patientinnen und Patienten bis zu 24 Stunden beobachtet werden können. Damit soll die Station als Puffer und als Ort für zeitlich begrenzte Überwachungen dienen, um stationäre Aufnahmen zu reduzieren und Abläufe in der Notaufnahme zu entlasten.
Investitionen und Verknüpfung mit Radiologie, Lehre und Forschung
Laut KAGES-Finanzvorstand Ulf Drabek wurden für den Abschnitt der Notaufnahme 12,6 Millionen Euro investiert. Der ZAM ist mit der neuen Universitätsklinik für Radiologie verbunden, für die im Zuge des Bauprogramms "LKH 2020" 173 Millionen Euro aufgewendet wurden. Erste Teile der Radiologie wurden nach dreieinhalb Jahren Bauzeit bereits eröffnet; weitere Bauteile sind für den Herbst vorgesehen.
Die Radiologie verfügt über moderne Bildgebungsgeräte, darunter zwei Computertomographen, drei Magnetresonanztomographen und acht Geräte für nuklearmedizinische Verfahren. Darüber hinaus sind vier Räume vorbereitet, in denen künftig zusätzliche bildgebende Spitzentechnologien installiert werden können. Somit bietet der Neubau auch Flächen und Infrastruktur für Lehre und Forschung.
Eröffnung und Bedeutung für die städtische Versorgung
Zur Eröffnung waren unter anderem KAGES-Vorstand Gerhard Stark, Med-Uni-Vizerektor Alexander Rosenkranz, das Direktorium des LKH-Uniklinikums sowie Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl anwesend. Die Fertigstellung markiert den Abschluss des letzten großen Neubaus aus dem Bauprogramm "LKH 2020".
Für die Bevölkerung Grazs bedeutet der Ausbau konkret:
- klarere Ankunfts- und Wegeführung für Rettung und Selbstanreisende;
- reduzierte Belastung von Notaufnahme-Stationen durch eine 24‑Stunden-Beobachtungsstation;
- raschere Diagnostik dank direkter Anbindung an eine moderne Radiologie.
Übersicht: zentrale Zahlen
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Investition ZAM (letzter Abschnitt) | 12,6 Millionen Euro |
| Radiologie (insgesamt) | 173 Millionen Euro |
| Betten/Behandlungsplätze Beobachtungsstation | 30 |
| Beobachtungsdauer | bis zu 24 Stunden |
| Bildgebende Geräte | 2 CT, 3 MRT, 8 nuklearmedizinische Geräte |
Die abgeschlossene Baumaßnahme stellt einen sichtbaren Ausbau der Krankenhausinfrastruktur in Graz dar. Für Patientinnen und Patienten sowie Rettungskräfte bringt sie konkretere Abläufe und höhere Diagnosekapazitäten; für die medizinische Ausbildung in Graz entstehen verbesserte räumliche Voraussetzungen.