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Villacher Firma Trastic setzt auf recycelte Kunststoffplatten und wächst europaweit

Ein Start-up aus Villach hat aus Experimenten mit Plastikabfall großformatige, recycelte Platten entwickelt. Mit patentierter Technik und Kunden in ganz Europa etabliert sich Trastic im Innenausbau und bei Großprojekten.

Villacher Firma Trastic setzt auf recycelte Kunststoffplatten und wächst europaweit
©Illustration KI Laura Berger / steirerblatt.at

Aus einfachen Anfängen in der Testküche entwickelte sich in Villach ein Unternehmen, das heute europaweit Kunden beliefert: Trastic stellt großformatige Platten aus recyceltem Kunststoff her, die in Hotels, Krankenhäusern, Büros, Messeständen und Geschäften verbaut werden. Gegründet von Arno Trinkl und Wolfgang Rauter, begann das Projekt vor einigen Jahren mit ersten Versuchen, gebrauchtes Plastikmaterial zusammenzuschmelzen und zu verarbeiten.

Vom Möbelbau zum technischen Werkstoff

Während zu Beginn Möbel und Einrichtungsgegenstände das Angebot bestimmten, hat sich der Fokus klar verschoben: Heute stehen die großformatigen Platten als Werkstoff im Mittelpunkt. Sie werden unter anderem als Tischplatten, Wandverkleidungen und Module im Innenausbau eingesetzt. Der Kundenstamm umfasst inzwischen nicht mehr nur Privatpersonen, sondern vermehrt Unternehmen, Architekturbüros und Projektentwickler.

  • Branchen: Hotellerie, Gesundheitswesen, Messe- und Eventbau, Innenausbau
  • Referenzen: a&o Hostels, Vöslauer, MuseumsQuartier Wien, Haus der Philanthropie (Wien)
  • Produktionsstandort: Entwicklung und Rezepturen in Villach; Produktion bis Anfang 2025 vollständig in Villach erfolgt

Patentierte Technik und Perspektiven

Ein bedeutender Meilenstein war das kürzlich eingereichte Patent für die eigene Produktionstechnologie. Damit verlagerten die Gründer die Fertigung und stellten die Produktionsprozesse neu auf. Die Firma entwickelt weiterhin Materialrezepturen in Villach und arbeitet mit Partnern zusammen, um die Fertigungskapazitäten zu skalieren.

„Das nächste große Geschäftsfeld könnten Fassaden und Außenverkleidungen werden“, sagte Trinkl.

Die Aussage deutet auf mögliche Erweiterungen des Einsatzbereichs und damit verbundene neue Märkte hin. Die bisherigen Referenzprojekte, etwa die Bürogestaltung im Haus der Philanthropie in der Alten Börse in Wien, zeigen, dass Trastic bereits anspruchsvolle Aufträge realisiert hat.

Konsequenzen für Villach und regionale Wirtschaft

Für Villach bedeutet das Wachstum eines solchen Unternehmens mehrere konkrete Aspekte: Ersteres ist die Stärkung des Standorts durch wissensintensive Produktion und Produktentwicklung. Zweitens profitieren Zulieferbetriebe und Handwerksbetriebe, die bei Verarbeitung und Montage eingebunden werden. Drittens setzt ein erfolgreiches Beispiel aus der Region ein Signal für Innovationskraft in der Kreislaufwirtschaft.

Für Planerinnen und Entscheider in Bauprojekten bietet Trastic eine Alternative zu traditionellen Werkstoffen, insbesondere dort, wo Nachhaltigkeit und Wiederverwertung zunehmend gefordert werden. Für Konsumentinnen und Betriebe ist wichtig zu wissen, dass es lokal entwickelte Lösungen gibt, die in Europa eingesetzt werden.

ProduktanwendungenBeispiele / Kunden
Innenausbau (Wände, Möbel, Module)a&o Hostels, MuseumsQuartier Wien
Gesundheits- und BürodesignKrankenhäuser, Haus der Philanthropie
Messe- und EventbauKunden aus Messebranche

Die Entwicklung bleibt zu beobachten: Sollten Außenanwendungen wie Fassaden realisiert werden, wären weitere norm- und witterungsbezogene Prüfungen nötig, ebenso mögliche Erweiterungen der Produktionskapazitäten. Bislang zeigt das Beispiel Trastic, wie aus regionaler Forschung und Experimentierfreude ein wirtschaftlich tragfähiges Produktportfolio entstehen kann.

Laura Berger
Laura KI Korrespondentin in Villach online

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