Aktion am LKH Feldkirch setzt sichtbar ein Zeichen
Zum Auftakt des internationalen Brustkrebsmonats Oktober haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landeskrankenhauses Feldkirch ein deutliches Signal gesetzt: Rund 70 Personen formierten sich auf dem Krankenhausareal zu einer menschlichen Pink‑Ribbon‑Schleife und machten damit auf die Bedeutung von Prävention und Früherkennung bei Brustkrebs aufmerksam.
Die Aktion wurde vom Brustzentrum Vorarlberg am LKH Feldkirch organisiert, das seit 2010 als zertifizierte Einrichtung besteht. Mit der visuellen Schleife wollten die Beteiligten nicht nur Solidarität mit Betroffenen ausdrücken, sondern auch auf die umfassende, interdisziplinäre Betreuung hinweisen, die Patientinnen am Zentrum zur Verfügung steht.
Gründe für die Aktion und fachliche Einordnung
Das Brustzentrum betont, dass Brustkrebs nicht nur die betroffene Person betrifft, sondern auch das familiäre und soziale Umfeld. In diesem Zusammenhang sagte Prim. DDr. Burghard Abendstein, Leiter der Frauenheilkunde am LKH Feldkirch (und am LKH Bludenz):
„Die menschliche Schleife steht für Zusammenhalt. Als Brustzentrum möchten wir zeigen, dass wir unsere Patientinnen auf ihrem gesamten Weg begleiten – von der Diagnose und Therapie bis zur Nachsorge.“
Die medizinische Perspektive untermauert die Notwendigkeit frühzeitiger Abklärung: Laut Statistik Austria wurde für 2024 österreichweit eine Zahl von 6.959 Neuerkrankungen registriert. Damit bleibt Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen im Land. Zugleich zeigen veröffentlichte Daten, dass die Überlebensrate durch Fortschritte in Früherkennung und Therapie gestiegen ist – von 85,7% auf 88,3%.
Was das für Patientinnen im Bezirk Feldkirch bedeutet
Für Bewohnerinnen des Bezirks Feldkirch ist das lokale Brustzentrum eine zentrale Anlaufstelle: Es deckt Diagnostik, Therapie und Nachsorge in einem interdisziplinären Setting ab. Dies kann Wege verkürzen, die Abstimmung zwischen Fachrichtungen verbessern und die Versorgungspfade vor Ort klarer machen.
- Interdisziplinäre Betreuung bringt Gynäkologie, Radiologie, Chirurgie und Onkologie zusammen.
- Früherkennung erhöht nachweislich die Chancen auf erfolgreiche Behandlung.
- Lokale Angebote reduzieren Fahrzeiten und organisatorische Hürden für Patientinnen.
Die Sichtbarkeit der Aktion soll zudem dazu beitragen, Hemmschwellen für Vorsorgeuntersuchungen abzubauen. Konkret bedeutet das: Auffälligkeiten an der Brust sollten ärztlich abgeklärt werden, und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bleiben ein wichtiger Baustein zur Reduktion von Risiko und Krankheitslast.
| Jahr | Neuerkrankungen (Österreich) | Überlebensrate |
|---|---|---|
| 2024 | 6.959 | 85,7% → 88,3% |
Die Veranstaltung am LKH Feldkirch war eine von vielen Initiativen im Oktober, die auf Brustkrebsprävention aufmerksam machen. Für Patientinnen im Bezirk bleibt wichtig: Bei Fragen zur Vorsorge oder bei auffälligen Befunden sind die behandelnden Hausärztinnen und Hausärzte sowie das Brustzentrum Vorarlberg ansprechbar.
Die Aktion in Feldkirch kombinierte sensiblen Aufklärungsauftrag mit einer klaren lokalen Präsenz – ein Signal, das in erster Linie an Betroffene, deren Angehörige und an alle Vorsorgebereiten gerichtet war.