Land stellt vier Millionen Euro bereit
Die Kärntner Landesregierung hat ein Förderpaket für Hitzeschutz in Bildungseinrichtungen aufgelegt, das auch für Einrichtungen in Klagenfurt relevant ist. Aus dem Gemeindereferat stehen vier Millionen Euro zur Verfügung, die bis Ende 2027 eingesetzt werden sollen. Gemeinden als Träger können demnach 80 Prozent der Kosten förderfähig geltend machen.
Welche Maßnahmen gefördert werden
Gefördert werden sowohl Maßnahmen im Innen- als auch im Außenbereich. Konkret nennt das Land etwa Ventilatoren, Hitzeschutzfolien auf Fenstern, die Einrichtung gekühlter Ruhe- und Bewegungsräume in Kindertagesstätten, die Entsiegelung von Schulhöfen sowie Trinkbrunnen im Freien. Bei Volksschulen wird ausdrücklich auch die Schaffung schattiger Bereiche im Freien genannt, um Unterricht bei Hitze in sogenannten "Outdoorklassen" zu verlegen.
- Fördervolumen: 4.000.000 Euro (Gemeindereferat)
- Förderquote für Gemeinden: 80 %
- Zeithorizont: bis Ende 2027
- Förderfähig: Innen- und Außenmaßnahmen, klimatisierte Bereiche, Trinkbrunnen, Entsiegelung
„Es braucht Maßnahmen, die schnell greifen.“
Dieses Zitat stammt von Gemeindereferentin Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ), die die neue Förderung verantwortet. Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) betonte zusätzlich, dass er eine bundesweite Vorverlegung der Sommerferien um zwei Wochen befürwortet und Kärnten sich als Modellregion anbieten würde, falls eine bundesweite Lösung ausbleibt.
Konsequenzen für Klagenfurt
Für Klagenfurt bedeutet die Förderung: Gemeinden und Schulen können kurzfristig Maßnahmen umsetzen, die den Alltag von Kindern und Betreuerinnen unmittelbar entlasten. Die Förderung richtet sich an Träger, also in der Stadt vor allem an die städtischen Bildungseinrichtungen und Gemeindebetriebe. Schon vorhandene Sanierungsstände werden dabei berücksichtigt: Laut Land sind mehr als die Hälfte der Volksschulen in Kärnten thermisch saniert; bei Kindergärten und Kitas liegt jedoch kein flächendeckender Überblick vor.
Wichtig für die Praxis in Klagenfurt ist, dass das Land keine klare Obergrenze für einzelne Förderungen nennt. Welche Anzahl an Standorten letztlich von den vier Millionen Euro profitieren kann, hängt somit von Art und Umfang der beantragten Maßnahmen ab.
Offene Fragen und Ausblick
Ungeklärt bleibt, wie die Umsetzung mit dem Bildungsbetrieb vor Ort zeitlich abgestimmt wird und welche Standards künftig bundesweit gelten sollen. Landeshauptmann Fellner und Bildungslandesrat Peter Reichmann fordern daher vom Bund einen einheitlichen Hitzeschutzrahmen für den Bildungsbereich, der etwa regelt, ab welchen Temperaturen welche Maßnahmen zu setzen sind (zum Beispiel früheres Unterrichtsende oder Verlegung des Unterrichts ins Freie).
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Fördervolumen | 4.000.000 € (bis Ende 2027) |
| Förderquote für Gemeinden | 80 % |
Für Eltern, Lehrerinnen und Gemeindeverantwortliche in Klagenfurt empfiehlt sich kurzfristig: Klärung des Bedarfs vor Ort, Abstimmung mit dem Stadtschulamt und rechtzeitige Anträge bei der Gemeinde, damit rasch umsetzbare Maßnahmen finanziert werden können. Die nun bereitgestellten Mittel geben der Stadtverwaltung und Trägern einen Handlungsspielraum, um Hitzebelastungen in Schulen und Betreuungseinrichtungen in den kommenden Sommern besser zu begegnen.