In Hollabrunn fand in der Alten Hofmühle eine Kinderuni statt, die sich ausdrücklich der Demokratiebildung und der Verbindung von Wissenschaft, Technik und regionaler Geschichte widmete. Unter dem Motto
„Demokratiebildung – Hollabrunn, eine Stadt mit Zukunft“nahmen 59 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren an einem viertägigen Programm teil, das von zehn Vortragenden aus tertiären Bildungseinrichtungen und weiteren Fachexpertinnen und -experten begleitet wurde.
Programm und Partner
Die Kinderuni wurde inhaltlich von mehreren Hochschulen unterstützt, darunter das IMC Krems, die Pädagogische Hochschule Niederösterreich und die BOKU Wien. Die historischen Räumlichkeiten der Alten Hofmühle bildeten den Rahmen für Workshops, Exkursionen und praktische Übungen.
Schwerpunkte des Programms waren:
- Demokratie und Mitbestimmung – spielerische Auseinandersetzungen mit Mitbestimmung und Gemeinschaft.
- Zukunftstechnologien – darunter ein 3D-Druck-Workshop, der digitale Konzepte greifbar machte.
- Kreativität und Kultur – Bastel- und Kunsttage sowie ein Museumstag zur regionalen Geschichte Hollabrunns.
Organisation und Betreuung
Die Veranstaltenden legten besonderen Wert auf die Betreuung und das leibliche Wohl der Teilnehmenden: Angesichts hochsommerlicher Temperaturen wurden Rasensprenger im Innenhof eingesetzt, Schattenräume durch die Mauern der Hofmühle genutzt sowie täglich Wasser, eine gesunde Jause und ein frisch zubereitetes Mittagessen bereitgestellt. Die Verpflegung wurde vom lokal tätigen Anbieter Karl Riepl übernommen.
| Tag | Schwerpunkt |
|---|---|
| Montag | Demokratie und Zukunftstechnologien (u.a. 3D-Druck) |
| Dienstag | Kreativ- und Museumstag (regionale Geschichte) |
Bedeutung für Hollabrunn
Die Kinderuni ist mehr als ein Ferienangebot: Sie verknüpft lokale Identität mit Bildungsangeboten und bietet jungen Menschen frühe Berührungspunkte mit Wissenschaft, Technik und demokratischen Prozessen. Für Familien und Schulen im Bezirk bedeutet das konkrete Ergänzung zum regulären Unterricht und eine Chance, Interesse an Forschung und regionaler Geschichte zu wecken. Die Einbindung lokaler Verpflegung und die Nutzung historischer Orte wie der Alten Hofmühle stärken zudem die Verbindung zwischen Jugendlichen und ihrem Lebensumfeld.
Eine Wiederholung solcher Formate kann langfristig zur Bildungslandschaft des Bezirks beitragen, indem sie Netzwerke zwischen Schulen, Hochschulen und lokalen Akteurinnen und Akteuren etabliert. Für Eltern sind solche Programme zudem praktische Ferienbetreuung mit echtem pädagogischem Mehrwert.