Testeinsatz in St. Ruprecht: Drohne ersetzt Gerüst
Am Schulstandort in Klagenfurt wurde vergangene Woche erstmals eine Drohne zur Säuberung der Fensterfront vorgeführt. Auftraggeber waren die Abteilung Facility Management der Stadt und das Unternehmen Dussmann, ausgeführt wurde der Einsatz von der Firma Tidly Drones. An der Vorführung nahmen Vertreter der Stadt und der Firmen teil, darunter Facility-Management-Leiter Robert Slamanig sowie der Geschäftsführer von Tidly Drones, Thomas Schneeberger.
Bei der Demonstration kam das Modell DJI-350 zum Einsatz. Der Hersteller gibt für dieses Gerät Arbeitsvorgänge bis zu einer Höhe von 150 Metern an, wodurch laut den Beteiligten auf das Aufstellen von Gerüsten weitgehend verzichtet werden kann. Als Reinigungsmedien wurden biologisch abbaubares Reinigungsmittel, Leitungswasser und Osmosewasser verwendet.
„Die Fensterreinigung mittels Drohne könne die tägliche Arbeit erleichtern, Risiken für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduzieren sowie Zeit und Kosten sparen.“
Vor dem Einsatz wurde laut den Beteiligten ein Kontrollflug durchgeführt, in dem der Pilot Temperatur und Druck an der Fassade erfasste. Ein Techniker nahm anschließend Anpassungen an den Einstellungen vor, bevor der automatische Reinigungsflug begonnen wurde. Die Firma hebt hervor, dass durch diese Vorgehensweise das Risiko für Beschädigungen der Gebäudehülle auf ein Minimum reduziert werden könne.
- Auftraggeber: Abteilung Facility Management der Stadt Klagenfurt und Dussmann
- Ausführendes Unternehmen: Tidly Drones
- Verwendetes Modell: DJI-350 (Arbeitsfähigkeit bis zu 150 m)
- Reinigungsmittel: biologisch abbaubares Mittel, Leitungs- und Osmosewasser
Die Stadtkommunikation betonte, dass die Abteilung Facility Management bereits seit mehreren Jahren Maßnahmen zur Digitalisierung und Automatisierung in den Gebäudebetrieben fördert. Der Testlauf in St. Ruprecht ist als weiterer Schritt in diese Richtung zu verstehen: Wenn sich das Verfahren im Routinebetrieb bewährt, könnten ähnliche Einsätze an weiteren städtischen Standorten geplant werden.
Für die Betroffenen — Schulen, Hausmeisterdienste und städtische Planer — sind mehrere Faktoren entscheidend: Arbeitssicherheit, mögliche Einsparungen bei Zeit und Personal sowie die Verlässlichkeit der Technik unter realen Bedingungen. Die Demonstration zeigte, dass erste Prüfungen ohne Gerüstaufbau durchführbar sind; ob und in welchem Umfang die Technologie künftig standardmäßig eingesetzt wird, hängt von weiteren Tests, Wartungsaspekten und einer Kosten-Nutzen-Abwägung ab.
| Datum der Vorführung | vergangene Woche (laut Stadtkommunikation) |
|---|---|
| Ort | Schulstandort St. Ruprecht, Klagenfurt |
| Drohnentyp | DJI-350 |
| Höhenreichweite | bis zu 150 m |
| Reinigungsmittel | biologisch abbaubares Mittel, Leitungs- & Osmosewasser |
Konkrete Entscheidungen über den regelmäßigen Einsatz bedürfen noch weiterer Prüfungen. Für die Klagenfurter Schulen bedeutet der Testlauf jedoch eine potenzielle Modernisierung der Gebäudepflege, die insbesondere bei hohen Fassaden Gefährdungen für Mitarbeitende reduzieren und logistische Abläufe vereinfachen könnte.