In Klagenfurt-Viktring ist das Rückhaltebecken am Treimischer Teich nach den schweren Hochwasserereignissen im August 2023 umfangreich saniert worden. Die Maßnahmen, die im Herbst 2025 begonnen und im Frühjahr 2026 abgeschlossen wurden, sollen die kontrollierte Ableitung von Überlastungswasser gewährleisten und so Häuser, Infrastruktur und Lebensqualität in dem betroffenen Gebiet sichern.
Worum es konkret ging
Auslöser der Arbeiten waren die starken Niederschläge im Zuge des Tiefs Zacharias im August 2023, die im Raum Viktring zu Überlastungen des Viktringer Bachs führten. Das Rückhaltebecken am Treimischer Teich war damals teilweise überströmt worden. In der Folge wurde die Anlage an den aktuellen Stand der Technik angepasst: Die Dammkrone wurde angehoben, beide Überströmstrecken wurden mit in Beton verlegten Wasserbausteinen befestigt. Das Stauziel und das Fassungsvermögen des Beckens bleiben unverändert.
„Hochwasserschutz ist konkrete Vorsorge für die Sicherheit der Menschen. Die Ereignisse im August 2023 haben gezeigt, wie wichtig funktionierende Schutzanlagen in stark betroffenen Gebieten sind. Mit der Anpassung des Rückhaltebeckens Treimischer Teich stellen wir sicher, dass das Wasser im Ernstfall kontrolliert abgeleitet werden kann. So schützen wir Häuser, Infrastruktur und Lebensqualität in Viktring“, betont Wasserwirtschaftsreferentin und Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.
Umfang und Zeitplan der Sanierung
Die Bauarbeiten begannen im Oktober 2025, Vorarbeiten gab es bereits im September desselben Jahres. Die Funktionsfähigkeit der Anlage war den Angaben zufolge bereits im Dezember 2025 wiederhergestellt; die letzten Arbeiten – darunter die Sanierung von Ablauf- und Trennungsbauwerken sowie das Asphaltiere der Dammauffahrt – wurden im Frühjahr 2026 abgeschlossen. Parallel wurde auch das Rückhaltebecken in der Karl-Truppe-Straße saniert: Dort behob eine neue Dichtschicht Undichtigkeiten, die als Folge des Hochwassers aufgetreten waren.
Bedeutung für Anrainer und Stadt
Das Land Kärnten beziffert den Schutznutzen der Maßnahmen mit rund 400 betroffenen Personen und etwa 50 Gebäuden, die nun besser vor künftigen Überflutungen geschützt sein sollen. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Viktring bedeutet dies eine erhöhte Sicherheit bei Starkregenereignissen sowie reduziertes Risiko für Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur.
- Was geändert wurde: Dammkrone angehoben; Überströmstrecken befestigt; Ablauf- und Trennungsbauwerke saniert.
- Zeitraum: Vorarbeiten September 2025, Baubeginn Oktober 2025, Funktionswiederherstellung Dezember 2025, Abschluss im Frühjahr 2026.
- Weiterer Sanierungsort: Rückhaltebecken Karl-Truppe-Straße – neue Dichtschicht gegen Undichtigkeiten.
Datenübersicht
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Betroffene Personen | ca. 400 |
| Gebäude | ca. 50 |
| Auslösendes Ereignis | Hochwasser durch Tief Zacharias (August 2023) |
| Bauzeit | Vorarbeiten Sept. 2025 – Abschluss Frühjahr 2026 |
Für die Bevölkerung von Viktring und angrenzenden Bereichen ist die Erneuerung ein praktisches Sicherheitsupgrade: Sie reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass bei extremen Niederschlagsereignissen Wasser ungeordnet über Dämme fließt und so Siedlungsbereiche gefährdet. Gleichzeitig bleibt das Stauvolumen unverändert, weshalb sich der Schutz nicht über veränderte Speicherkapazitäten, sondern über besser gesteuerte Ableitungswege und bauliche Verstärkungen ergibt.
Langfristig sind solche Instandsetzungsmaßnahmen Teil der Vorbereitung auf zunehmend volatile Wetterlagen. Für Bürgerinnen und Bürger bleibt wichtig, lokale Informationskanäle und Warnsysteme zu beachten und im Ernstfall den Weisungen der Einsatzkräfte zu folgen.