Woche voller Musizieren, Lehre und Begegnung im Slomšekheim
In Klagenfurt fand zuletzt das 22. Akkordeon-Camp statt, das junge Musikerinnen und Musiker aus mehreren Bundesländern zusammenführte. Das Camp wurde in den Räumlichkeiten des Slomšekheims abgehalten; laut Veranstaltern nahmen rund 20 Jugendliche aus ganz Österreich teil. Ziel war die musikalische Weiterentwicklung ebenso wie gemeinschaftliche Erfahrungen abseits des Probenraumes.
Organisation, Ensembles und Betreuung
Die Teilnehmenden wurden ihrem Leistungsstand entsprechend in drei Ensembles eingeteilt: Kiddys, Midis und Oldies. Betreut wurden diese Gruppen von einem Betreuungs-Team, das neben umfassendem musikalischem Input auch Freizeitgestaltung organisierte.
| Ensemble | Betreuer |
|---|---|
| Kiddys | Stefan Kollmann |
| Midis | Christian Theuermann |
| Oldies | Christoph und Jona Hofer |
Premiere: Internationale Masterclass mit lokalen Professoren
Erstmals wurde im Rahmen des Camps eine Internationale Masterclass für Akkordeon angeboten. Als Referenten konnten mit Michael Schwarzenbacher und Roman Pechmann zwei Professoren der GMPU Klagenfurt gewonnen werden. Die Masterclass richtete sich an ambitionierte junge Musiker:innen und bot neben Einzelunterricht insbesondere Kammermusik- und Ensembleunterricht an, um technische und musikalische Fähigkeiten zu vertiefen.
Freizeitprogramm und öffentliche Aktionen
Begleitend zum Unterrichtsprogramm stand auch das soziale und kulturelle Miteinander im Vordergrund. Auf dem Programm standen laut Veranstaltern unter anderem:
- eine Nachtwächterführung durch die Klagenfurter Altstadt,
- ein Pop-Up-Konzert im Ossiacher-Hof,
- Badeausflüge an den Wörthersee,
- Bewegung und Aktivitäten am Sportplatz.
Diese Angebote sollten nach Angaben der Veranstalter das musisch-konzentrierte Arbeiten ausgleichen und Raum für gemeinsame Erlebnisse und Entspannung schaffen.
Neues Projekt: Akkordeon-Camp-Chor
Eine weitere Neuerung in diesem Jahr war die Gründung des Akkordeon-Camp-Chors. Das gemeinsame Singen fand bei den Teilnehmenden großen Anklang und wurde als bereichernder Teil des Wochenprogramms berichtet. Solche Initiativen können über das Camp hinaus Interesse an vokaler und instrumentaler Ensemblearbeit wecken und lokale Musiknetzwerke stärken.
Für Klagenfurt bedeutet die erfolgreiche Durchführung des Camps nicht nur einen kulturellen Mehrwert für Teilnehmende und Publikum, sondern auch die Verstärkung der Verbindung zwischen musikalischer Ausbildung an der GMPU und der lokalen Kulturarbeit. Junge Musiker:innen erhalten hier praxisnahe Förderung und Begegnungen, die in weiterer Folge das kulturelle Angebot der Stadt bereichern können.