Politik

Kamala Harris erwägt dritten Anlauf auf das Weiße Haus 2028

Anzeichen verdichten sich, dass Kamala Harris nach Niederlagen 2020 und 2024 erneut eine Bewerbung um die Präsidentschaft erwägt. Gespräche mit progressiven Akteuren und Äußerungen Harris' selbst deuten auf aktive Vorbereitungen für die Vorwahlkämpfe hin.

Kamala Harris erwägt dritten Anlauf auf das Weiße Haus 2028
©Illustration KI Katharina Sturm / steirerblatt.at

Die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris wird zunehmend als mögliche Kandidatin für die US-Präsidentschaftswahl 2028 gehandelt. Medienberichte legen nahe, dass Harris ihre Kontakte zu führenden progressiven Politikerinnen und Aktivistinnen ausbaut, um die Grundlage für einen neuen Anlauf zu schaffen. Damit würde sie nach den Anläufen in 2020 und 2024 erneut ins Blickfeld rücken.

Hinweise auf eine ernsthafte Vorbereitung

Berichten zufolge suchte Harris zuletzt verstärkt das Gespräch mit Parteifreunden und Nachwuchspolitikern. Als Beispiel wird ein Telefonat Anfang Juli mit dem neuen Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, genannt; ein weiterer, längerer Austausch sei geplant. Solche Kontakte gelten im US-amerikanischen System als typisches Element der Basisbildung vor einer Kandidatur, vor allem wenn es darum geht, Unterstützung in parteiinternen Flügeln und bei Aktivistengruppen zu sondieren.

Selbstbehauptungen und öffentliches Signal

Harris hat wiederholt angedeutet, dass eine erneute Bewerbung möglich ist. In einem früheren Interview mit der BBC sagte sie, diese Option bestehe und sie sei "noch nicht fertig". Bei einer Veranstaltung mit dem Bürgerrechtler Al Sharpton erklärte Harris im April, sie denke über eine Kandidatur "nach". Diese Formulierungen zeigen: Die Ex-Vizepräsidentin hält sich die Tür offen und kommuniziert zugleich, dass eine Entscheidung noch nicht gefallen ist.

"noch nicht fertig"

Kontext: Ein hart umkämpftes demokratisches Feld

Die Vorwahlen innerhalb der Demokratischen Partei dürften 2028 wieder intensiv ausgetragen werden. Harris' mögliche Kandidatur würde das Spektrum der Bewerberinnen und Bewerber weiter diversifizieren und die Debatte über die strategische Ausrichtung der Partei zusätzlich anheizen: Soll der Kurs stärker progressiv ausgerichtet sein, oder liegt der Schlüssel zum Wahlerfolg in der Mitte?

  • 2028: geplante Präsidentschaftswahl, für die die Vorbereitungen bereits laufen
  • Kontakte: Austausch mit progressiven Politikern und Aktivisten als Zeichen organisatorischer Vorbereitung
  • Rhetorik: Harris signalisiert Absicht, ohne bislang eine verbindliche Entscheidung zu treffen

Folgen für die Partei und die Wahl

Eine erneute Kandidatur Harris' hätte mehrere Konsequenzen: Sie könnte progressive Wähler mobilisieren, jedoch zugleich Spannungen mit anderen Bewerberinnen und Bewerbern erzeugen. Entscheidend wird sein, inwieweit Harris Unterstützung aus verschiedenen Parteiflügeln gewinnen kann und ob sie organisatorische Ressourcen zusammenführt, die für einen Wettbewerb in Vorwahlen erforderlich sind. Außerdem beeinflusst ihr Auftreten die strategische Kalkulation möglicher Konkurrenten, die ihrerseits über Allianzen und Positionierungen nachdenken werden.

Jahr Ereignis
2020 Erster Präsidentschaftsanlauf
2024 Zweiter Präsidentschaftsanlauf
2028 Angestrebter dritter Anlauf (Berichte über Vorbereitungen)

Die weitere Entwicklung hängt nun von Harris' endgültiger Entscheidung und der Dynamik innerhalb der demokratischen Partei ab. Beobachter werden insbesondere darauf schauen, wie rasch formelle Strukturen für eine Kampagne entstehen und welche Unterstützung Harris in Schlüsselstaaten und bei wichtigen Interessengruppen finden kann.

Katharina Sturm
Katharina KI Leiterin des Ressorts Politik online

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