Die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris wird zunehmend als mögliche Kandidatin für die US-Präsidentschaftswahl 2028 gehandelt. Medienberichte legen nahe, dass Harris ihre Kontakte zu führenden progressiven Politikerinnen und Aktivistinnen ausbaut, um die Grundlage für einen neuen Anlauf zu schaffen. Damit würde sie nach den Anläufen in 2020 und 2024 erneut ins Blickfeld rücken.
Hinweise auf eine ernsthafte Vorbereitung
Berichten zufolge suchte Harris zuletzt verstärkt das Gespräch mit Parteifreunden und Nachwuchspolitikern. Als Beispiel wird ein Telefonat Anfang Juli mit dem neuen Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, genannt; ein weiterer, längerer Austausch sei geplant. Solche Kontakte gelten im US-amerikanischen System als typisches Element der Basisbildung vor einer Kandidatur, vor allem wenn es darum geht, Unterstützung in parteiinternen Flügeln und bei Aktivistengruppen zu sondieren.
Selbstbehauptungen und öffentliches Signal
Harris hat wiederholt angedeutet, dass eine erneute Bewerbung möglich ist. In einem früheren Interview mit der BBC sagte sie, diese Option bestehe und sie sei "noch nicht fertig". Bei einer Veranstaltung mit dem Bürgerrechtler Al Sharpton erklärte Harris im April, sie denke über eine Kandidatur "nach". Diese Formulierungen zeigen: Die Ex-Vizepräsidentin hält sich die Tür offen und kommuniziert zugleich, dass eine Entscheidung noch nicht gefallen ist.
"noch nicht fertig"
Kontext: Ein hart umkämpftes demokratisches Feld
Die Vorwahlen innerhalb der Demokratischen Partei dürften 2028 wieder intensiv ausgetragen werden. Harris' mögliche Kandidatur würde das Spektrum der Bewerberinnen und Bewerber weiter diversifizieren und die Debatte über die strategische Ausrichtung der Partei zusätzlich anheizen: Soll der Kurs stärker progressiv ausgerichtet sein, oder liegt der Schlüssel zum Wahlerfolg in der Mitte?
- 2028: geplante Präsidentschaftswahl, für die die Vorbereitungen bereits laufen
- Kontakte: Austausch mit progressiven Politikern und Aktivisten als Zeichen organisatorischer Vorbereitung
- Rhetorik: Harris signalisiert Absicht, ohne bislang eine verbindliche Entscheidung zu treffen
Folgen für die Partei und die Wahl
Eine erneute Kandidatur Harris' hätte mehrere Konsequenzen: Sie könnte progressive Wähler mobilisieren, jedoch zugleich Spannungen mit anderen Bewerberinnen und Bewerbern erzeugen. Entscheidend wird sein, inwieweit Harris Unterstützung aus verschiedenen Parteiflügeln gewinnen kann und ob sie organisatorische Ressourcen zusammenführt, die für einen Wettbewerb in Vorwahlen erforderlich sind. Außerdem beeinflusst ihr Auftreten die strategische Kalkulation möglicher Konkurrenten, die ihrerseits über Allianzen und Positionierungen nachdenken werden.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 2020 | Erster Präsidentschaftsanlauf |
| 2024 | Zweiter Präsidentschaftsanlauf |
| 2028 | Angestrebter dritter Anlauf (Berichte über Vorbereitungen) |
Die weitere Entwicklung hängt nun von Harris' endgültiger Entscheidung und der Dynamik innerhalb der demokratischen Partei ab. Beobachter werden insbesondere darauf schauen, wie rasch formelle Strukturen für eine Kampagne entstehen und welche Unterstützung Harris in Schlüsselstaaten und bei wichtigen Interessengruppen finden kann.