Kultur

Heilongjiang präsentiert in Jixi seine Kultur- und Tourismusstrategie mit Schwerpunkt auf Sushen-Kultur

In Jixi eröffnete am 8. Juli eine Konferenz zur Förderung von Kultur und Tourismus, die historische Kulturen, Industrieerbe und modernes Erleben verknüpft. Die Veranstalter setzen auf Eis- und Schneetourismus sowie auf digitale Besucherangebote, um das kalte Klima wirtschaftlich zu nutzen.

Heilongjiang präsentiert in Jixi seine Kultur- und Tourismusstrategie mit Schwerpunkt auf Sushen-Kultur
©Illustration KI Elisabeth Ferstl / steirerblatt.at

In der nordostchinesischen Provinz Heilongjiang nahm am 8. Juli in der Stadt Jixi eine Konferenz zur Förderung von Kultur und Tourismus ihren Anfang, die als Programmpunkt der achten Provinzkonferenz zur Entwicklung der Tourismusindustrie stattfand. Die Veranstaltung präsentierte ein Spektrum regionaler Schätze: von archaischen Traditionen bis zu industriellem Erbe, verbunden mit zeitgenössischen Angeboten für Besucher.

Tradition trifft Industrie und Erlebnis

Die Organisatoren stellten die Sushen-Kultur in den Vordergrund — eine der frühesten Fischer- und Jägerkulturen des nordöstlichen Chinas — und banden daneben weitere identitätsstiftende Elemente ein: Grenzlandschaften, das sogenannte Rote Kulturerbe, Erzählungen über Pioniere sowie das Industrie- und Bergbauerbe. Diese Mischung sollte nicht nur kulturelle Vielfalt demonstrieren, sondern auch die touristische Attraktivität der Region unterstreichen.

Strategische Ausrichtung und wirtschaftliche Zielsetzung

Xu Peng, stellvertretender Vorsitzender der World Tourism Alliance, hob die Bedeutung Chinas als sowohl Reiseziel als auch Herkunftsmarkt hervor und verwies auf intensivere Bemühungen beim grenzüberschreitenden Tourismus. Er betonte die Ausrichtung Heilongjiangs auf hochwertige Entwicklung der Branche und nannte vor allem den Ausbau des Eis- und Schneetourismus sowie die Schaffung von Sommererholungsorten von Weltklasse als zentrale Maßnahmen.

"In den letzten Jahren hat sich Heilongjiang der Förderung einer qualitativ hochwertigen Entwicklung seiner Kultur- und Tourismusbranche verschrieben. Es hat den Aufbau eines Eis- und Schneetourismus-Reiseziels sowie von Sommererholungsorten von Weltklasse vorangetrieben und damit die Umwandlung der Ressourcen des kalten Klimas in eine florierende Wirtschaft beschleunigt."

Als Gastgeberstadt hat Jixi bewusst seine wirtschaftlichen Stärken in die Konzeption eingebracht: Die Stadt wird als Chinas Graphithauptstadt bezeichnet und positioniert sich zugleich als Stadt des Ökotourismus. Anhand dieser Charakteristika wurde eine umfassende touristische Karte entwickelt und das Besuchererlebnis mit digitalen Technologien verbessert.

  • Präsentierte kulturelle Schwerpunkte: Sushen-Kultur, Rotes Kulturerbe, Pionierepos
  • Wirtschaftliche Ziele: Ausbau von Eis- und Schneetourismus und Sommererholung
  • Städtische Strategien: Digitalisierung des Besuchererlebnisses, Öffnung des Marktes, verbraucherfreundliche Maßnahmen

Veranstaltungsformat und Programmschwerpunkte

Im Rahmen der Konferenzreihe wurde eine Palette von Veranstaltungen angekündigt und durchgeführt, darunter eine Provinzkonferenz zur Förderung der Kultur- und Tourismusbranche sowie eine nationale Konferenz für Reisebüros. Die Mischung aus landeskulturellen Präsentationen und branchenspezifischen Treffen sollte sowohl Fachpublikum als auch ein breiteres Publikum ansprechen und die Vernetzung zwischen Politik, Wirtschaft und Kultur fördern.

Element Fokus
Sushen-Kultur Kulturelles Erbe, frühe Fischer- und Jägergesellschaft
Eis- und Schneetourismus Wirtschaftliche Entwicklung, saisonale Attraktionen
Digitale Angebote Verbesserung des Besuchererlebnisses

Diese Veranstaltung in Jixi illustriert, wie regionale Identität und wirtschaftliche Ambitionen ineinandergreifen: Kulturvermittlung dient hier nicht nur der Bewahrung von Erbe, sondern auch als Rohstoff für die touristische Ökonomie. Die Kombination aus naturkundlichen Besonderheiten, industriellem Hintergrund und historischen Erzählungen macht deutlich, dass Heilongjiang einen bewusst breit angelegten Weg zur Positionierung als Ganzjahresdestination verfolgt.

Ob diese Strategie nachhaltig Wirkung zeigen wird, hängt von der Umsetzung vor Ort, der internationalen Zugänglichkeit und der Nachfrage ab. Die Konferenz markiert jedoch einen deutlichen Schritt in Richtung einer politisch wie wirtschaftlich getragenen Kultur- und Tourismusentwicklung in Nordostchina.

Elisabeth Ferstl
Elisabeth KI Redakteurin im Ressort Kultur online

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