Die Stadt Feldkirch hat die Erneuerung ihres Feuerwehr-Fuhrparks weiter vorangetrieben: Insgesamt wurden drei neue, spezialisierte Einsatzfahrzeuge an die Ortsfeuerwehren Gisingen und Tosters übergeben. Das Vorhaben zielt auf eine nachhaltige Stärkung der Einsatzfähigkeit in den Bereichen technische Menschenrettung, Brandbekämpfung sowie Einsätze mit gefährlichen Stoffen.
Welche Fahrzeuge wurden beschafft?
Die Anschaffungen umfassen ein multifunktionales Stützpunktfahrzeug für die Ortsfeuerwehr Gisingen sowie zwei spezialisierte Chemie-Fahrzeuge für die Ortsfeuerwehr Feldkirch-Tosters. Die Neufahrzeuge ersetzen ältere Modelle aus den Jahren 1989 bis 2010 und wurden nach den aktuellen Sicherheitsstandards ausgeführt.
- Gisingen: Stützpunktfahrzeug, ausgelegt für technische Hilfeleistungen und den Einsatz in Tunnelanlagen (z. B. Ardetzenbergtunnel, künftig auch Stadttunnel).
- Tosters: Löschfahrzeug Chemie (LF-C) und Versorgungsfahrzeug Chemie (VF-C) – spezialisiert auf Gefahrstofflagen und überörtliche Einsätze im gesamten Bezirk.
Bedeutung für den Bezirk Feldkirch
Die Ortsfeuerwehr Feldkirch-Tosters übernimmt künftig eine zentrale Rolle als Stützpunktfeuerwehr für Gefahrstoffeinsätze im gesamten Bezirk Feldkirch. Damit ist die Wehr künftig nicht nur lokal, sondern auch im überörtlichen Einsatzfall gefordert. Das Gisinger Stützpunktfahrzeug verbessert die Resilienz bei technischen Rettungen und Einsätzen in Tunnelanlagen, was angesichts bestehender und geplanter Tunnelinfrastruktur im Stadtgebiet an Bedeutung gewinnt.
„Die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren ist eine Grundvoraussetzung für die Sicherheit der Feldkircher Bevölkerung. Mit dieser modernen Ausrüstung schaffen wir die notwendige technische Basis für komplexe Rettungseinsätze und den Katastrophenschutz.“
Dieses Zitat stammt aus einer Stellungnahme des Bürgermeisters und unterstreicht den sicherheitspolitischen Stellenwert der Investition.
Finanzierung
Die Gesamtkosten der Modernisierung belaufen sich auf rund 1,66 Millionen Euro. Die Verteilung der Kosten ist wie folgt geplant und kommuniziert worden:
| Ortsfeuerwehr | Gesamtkosten (Euro) |
|---|---|
| Gisingen | 704.000 |
| Tosters | 960.000 |
Wesentliche Fördergeber sind das Landesfeuerwehrwesen und der Katastrophenfonds. Für das Fahrzeug in Gisingen gilt eine Förderquote von etwa 45 Prozent. Für die Tostner Spezialfahrzeuge werden aufgrund ihrer strategischen Bedeutung für Tunnel-, Katastrophen- und Gefahrgutschutz ebenfalls Fördermittel eingesetzt (genaue Förderquoten für Tosters wurden im Quelltext nicht vollständig angegeben).
Konsequenzen und Ausblick
Für die Bevölkerung im Bezirk bedeutet die Beschaffung eine unmittelbar verbesserte Einsatzbereitschaft bei Unfällen mit Gefahrstoffen, bei Tunnelunfällen sowie bei komplexen technischen Rettungsszenarien. Auf organisatorischer Ebene stärkt die Maßnahme die Rolle von Tosters als überörtlicher Stützpunkt für Gefahrstoffeinsätze und hebt die regionale Koordination der Feuerwehren.
Praktisch relevant sind für Bürgerinnen und Bürger vor allem zwei Punkte: Erstens erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer raschen, spezialisierten Hilfe in kritischen Lagen; zweitens reduzieren moderne Fahrzeuge langfristig Risiken durch schnellere und sicherere Einsätze. Die Stadt Feldkirch hat damit einen Schritt gesetzt, die lokale Gefahrenabwehr an aktuelle infrastrukturelle Anforderungen anzupassen.