OECD bestätigt Potenzial — konkrete Empfehlungen für die Stadt
Eine neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stuft Klagenfurt als regional bedeutenden Standort mit hohem Potenzial für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung ein. Zentral benannte Stärken sind die Präsenz der Universität, der Lakeside Park als Technologie- und Forschungsstandort sowie die Lebensqualität rund um den Wörthersee. Die Analyse sieht insbesondere Chancen im Ausbau grüner Industriecluster und in der gezielten Anwerbung von Fachkräften.
Die Studie empfiehlt mehrere Maßnahmen, die für die künftige Stadtentwicklung relevant sind:
- Gezielte Ansprache von Fachkräften über Verkehrsprojekte wie die Koralmbahn.
- Stärkung der Rolle Klagenfurts als Knoten im Kärntner Zentralraum, etwa durch Angebote für Ältere und Ganzjahres‑Tourismus.
- Diversifizierung der Finanzierungsquellen, um das Gemeindebudget zu entlasten.
„Die OECD-Studie bestätigt, dass Klagenfurt über ausgezeichnete Voraussetzungen verfügt, um sich als moderner Innovations-, Wirtschafts- und Lebensstandort weiter zu etablieren. Besonders freut mich, dass unsere Stärken international anerkannt werden. Diese Empfehlungen sind für uns Bestätigung und Auftrag zugleich: Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen, gezielt in Innovation, nachhaltige Entwicklung und die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte investieren und Klagenfurt zukunftsfit weiterentwickeln“,
schreibt Bürgermeister Christian Scheider zu den Ergebnissen.
Was die Empfehlungen konkret für Klagenfurt bedeuten
Für die Stadtpolitik und lokale Wirtschaftsträger bringen die OECD‑Empfehlungen messbare Handlungsfelder: Die Förderung von Forschungstransfer aus Universität und Lakeside Park in lokale Unternehmen, die Schaffung attraktiver Wohn‑ und Betreuungsangebote für Fachkräfte sowie Infrastrukturprojekte, die Commute‑ und Erreichbarkeitsvorteile ausbauen. Besonders die Nennung der Koralmbahn unterstreicht, wie stark Verkehrsanbindung und räumliche Verknüpfung in regionalen Innovationsökosystemen gewichtet werden.
Investitionen in sogenannte grüne Industriecluster könnten darüber hinaus nachhaltige Beschäftigung schaffen und Klagenfurt als Standort für Umwelttechnologien profilieren. Die Studie plädiert auch für eine breitere Finanzierung von Projekten, um die Belastung des kommunalen Budgets zu reduzieren — ein Punkt, der für Gemeinderat und Finanzplanung unmittelbar relevant ist.
Lokale Akteurinnen und Akteure sind gefragt
Für Unternehmen, Studieninteressierte und Pendler ergeben sich daraus praktische Implikationen: Start‑ups und etablierte Firmen können die Vernetzung mit Universität und Lakeside Park intensivieren, potenzielle Fachkräfte können künftig über verbesserte Verkehrsangebote und Lebensqualitätsfaktoren wie Freizeitangebot und Nahversorgung gewonnen werden. Die Studie liefert damit nicht nur Lob, sondern einen konkreten Fahrplan für die kommenden Jahre.
| Stärke | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|
| Universität | Förderung von Forschungstransfer und Kooperationen mit Unternehmen |
| Lakeside Park | Ausbau als Innovationsknoten für IKT und grüne Technologien |
| Koralmbahn | Anwerbung von Fachkräften durch verbesserte Erreichbarkeit |
Die OECD‑Analyse ist zugleich Aufforderung und Chance: Klagenfurt verfügt über die Bausteine für ein modernes Innovationsökosystem, nun kommt es auf die Umsetzung, die politischen Priorisierungen und die Kooperation zwischen Stadt, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft an.