Stadt Mödling startet systematische Anpassung an zunehmende Hitze
Die Stadt Mödling hat auf die wachsende Belastung durch hohe Temperaturen reagiert und ein Mandat zur Erstellung eines verbindlichen Hitzeplans vergeben. Bürgermeisterin Silvia Drechsler und das Rathaus sehen in der zunehmenden Wärmeentwicklung eine wachsende Gefahr für die Bevölkerung; Stadtrat Stephan Schimanowa wurde beauftragt, die Arbeit zu koordinieren.
In einem ersten Schritt sollen vorhandene Maßnahmen und Konzepte zusammengeführt und der Status quo erhoben werden. Das Vorgehen sieht zudem vor, Best-Practice-Beispiele aus anderen Gemeinden zu prüfen und jene Maßnahmen zu übernehmen, die für Mödling sinnvoll umsetzbar sind.
Geplante Kernpunkte sind ein flächendeckendes Netz von sogenannten „kühlen Räumen“, zusätzliche Abkühlungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum sowie die Prüfung zur Aufrüstung von Schulen und Kindergärten. Laut Rathaus werden bereits Kostenschätzungen für die Kühlung von Bildungsgebäuden eingeholt.
- Kühle Räume: Integration bestehender Angebote wie Kirchen und Aufbau weiterer Orte zur temporären Abkühlung.
- Öffentlicher Raum: Beschattete Sitzgelegenheiten und Wasserstellen für Passantinnen und Passanten.
- Gebäude: Prüfung von Maßnahmen zur Kühlung von Schul- und Kindergartenbauten.
- Wirtschaftsbeteiligung: Kooperation mit Betrieben nach dem Vorbild Baden zur Bereitstellung von Trinkwasser.
Im Rathaus wurde dafür ein Hitzekomitee eingesetzt. Neben Stadtrat Schimanowa gehören dem Gremium Vizebürgermeister Rainer Praschak, Stadtrat Michael Danzinger sowie die Schulgemeinde-Obfrauen Sabine Karl-Moldan und Nicole Kolar an. Ziel ist es, unterschiedliche Bereiche – Verwaltung, Bildung und Wirtschaft – zu vernetzen und praktische Lösungen rasch verfügbar zu machen.
„Die zunehmende Hitze wird für die Bevölkerung zur immer größeren Gefahr“, erklärt Bürgermeisterin Silvia Drechsler.
Als konkretes Beispiel, das als Modell dienen soll, wird die Vorgehensweise der Stadt Baden genannt: Dort sind Betriebe gekennzeichnet, in denen Passantinnen und Passanten kostenlos Trinkwasserflaschen auffüllen können. Mödling plant, solche Kooperationen mit der örtlichen Wirtschaft ebenfalls zu prüfen und örtlich umzusetzen.
Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das: Erwartungen an kurzfristig nutzbare Abkühlungsorte, Veränderungen im Angebot öffentlicher Sitz- und Aufenthaltsbereiche sowie mögliche Investitionen in Schulgebäude, um Hitzebelastungen für Kinder zu reduzieren. Konkrete Zeitpläne, Kosten und Priorisierungen sollen im Zuge der Bestandsaufnahme und der weiteren Ausarbeitung des Hitzeplans folgen.
| Funktion | Name |
|---|---|
| Beauftragter Stadtrat | Stephan Schimanowa |
| Vizebürgermeister | Rainer Praschak |
| Stadtrat | Michael Danzinger |
| Schulgemeinde-Obfrau | Sabine Karl-Moldan |
| Schulgemeinde-Obfrau | Nicole Kolar |
Die Initiative verdeutlicht, dass Mödling lokale Anpassungsstrategien an die Klimaveränderung aktiv angeht. Für Anwohnerinnen und Anwohner ist nun wichtig, die laufenden Schritte zu verfolgen — insbesondere die Identifikation der kühlen Räume und die Abstimmung mit Schulen und lokalen Betrieben über konkrete Unterstützungsangebote.