Stadt reagiert auf Hitzewellen mit umfassendem Plan
Die Stadtgemeinde Mödling hat offiziell den Startschuss für einen lokalen Hitzeaktionsplan gegeben. Anlass sind die spürbaren Auswirkungen der Klimakrise im Bezirk, zuletzt deutlich geworden durch Temperaturen von fast 40 Grad Ende Juni. Das Gesundheitsreferat wurde unter Stadtrat Stephan Schimanowa beauftragt, bestehende Maßnahmen zu bündeln und in Kooperation mit der Verwaltung einen abgestimmten Plan für die kommenden Jahre auszuarbeiten.
Bürgermeisterin Silvia Drechsler betont die Dringlichkeit:
„Die zunehmende Hitze wird für die Bevölkerung zu einer immer größeren Gefahr, die die Gesundheit belastet und gefährdet. Daher ist die Anpassung an die neuen Gegebenheiten durch die globale Erwärmung enorm wichtig.“
In einem ersten Schritt trafen sich Vertreter:innen aus Stadtverwaltung und Politik, um eine Bestandsaufnahme vorzunehmen und „Best-Practice“-Beispiele aus anderen Gemeinden zu prüfen. Ziel ist es, vorhandene Angebote zu vernetzen und neue Maßnahmen zielgerichtet umzusetzen.
Konkrete Maßnahmen und Zielsetzungen
Aus den bisher kommunizierten Punkten ergeben sich folgende Schwerpunkte:
- Einrichtung eines Netzes von kostenlosen „Kühlen Räumen“ im gesamten Stadtgebiet, die bei Hitzeperioden als Aufenthaltsorte dienen sollen.
- Prüfung von Klimatisierung und zusätzlichen Kühlungsmöglichkeiten in Schulen und Kindergärten.
- Maßnahmen im öffentlichen Raum: zusätzliche Beschattung, neue beschattete Sitzgelegenheiten und Wasserstellen.
- Einbindung bestehender Angebote, etwa kirchlicher Räume, als Teil des Netzes der kühlen Orte.
- Kooperation mit der Wirtschaft nach dem Vorbild der Stadt Baden, um private Partner in die Bewältigung von Hitzeperioden einzubinden.
Die Stadt betont, dass die bisherigen Anstrengungen zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 zwar fortgesetzt werden, der Hitzeaktionsplan jedoch als notwendige Ergänzung verstanden wird, um akute Gefährdungen für die Bevölkerung zu mindern.
Was das für Mödlingerinnen und Mödlinger bedeutet
Für die Bewohnerinnen und Bewohner heißt das konkret: In künftigen Hitzewellen sollen verlässlich erreichbare, kostenlose Aufenthaltsorte zur Verfügung stehen. Schulen und Kindergärten, als Orte besonderer Verantwortung für Kinder, stehen dabei besonders im Fokus. Die Stadt prüft, wie etwaige Klimatisierungen umgesetzt werden können. Ebenso sollen öffentliche Plätze durch mehr Schatten und Wasserangebote lebensfreundlicher werden.
Die nächsten Umsetzungsschritte sind eine umfassende Bestandsaufnahme und die Übertragung erfolgreicher Konzepte aus anderen Gemeinden auf Mödling. Konkrete Zeitpläne, Standorte für kühle Räume oder Details zu Förderungen wurden bislang nicht genannt. Bürgerinnen und Bürger können in den kommenden Wochen mit weiteren Informationen seitens der Stadtverwaltung rechnen.
| Maßnahme | Erster Verantwortlicher |
|---|---|
| Netz „Kühle Räume“ | Stadtverwaltung / Gesundheitsreferat |
| Prüfung Klimatisierung Schulen/Kindergärten | Gesundheitsreferat |
| Öffentlicher Raum: Beschattung & Wasserstellen | Stadtplanung / Verwaltung |
Diese Maßnahmen sollen die Versorgungssicherheit für vulnerable Gruppen erhöhen und die Folgen akuter Hitzeperioden abmildern. Die nun begonnene Koordination ist ein pragmatischer Schritt, um vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen und die Stadt für die bereits spürbaren Folgen der Klimaerwärmung besser zu rüsten.