Großes Interesse an Umweltbildung im Bezirk
In der dritten Saison der Naturpark-Tage des Naturparks Föhrenberge stand heuer der Mödlinger Stadtwald mit seinem Waldklassenzimmer im Mittelpunkt. Insgesamt nahmen 663 Schülerinnen und Schüler aus 35 Volksschulklassen teil. Die Veranstaltungen richteten sich an Volksschulen aus zehn beteiligten Naturpark- und Mitgliedsgemeinden.
Praxisorientiertes Lernen vor Ort
Die Kinder arbeiteten an einem abwechslungsreichen Stationenbetrieb. Ziel war es, grundlegende Fragen zur Naturpark-Idee und zur Funktion des Waldes zu beantworten: Was ist ein Naturpark? Welche Aufgaben erfüllt der Wald? Und warum sind naturnahe Wälder besonders artenreich? Die Antworten wurden spielerisch und anschaulich mit Unterstützung erfahrener Naturvermittlerinnen und -vermittler des Landschaftspflegevereins Thermenlinie-Wiener Becken erarbeitet.
- Erklärung der vier Säulen der Naturparke: Bildung, Schutz, Regionalentwicklung und Erholung.
- Unterscheidung zwischen Urwald, naturnah genutztem Wald und Wirtschaftswald als Grundlage für Artenvielfalt.
- Praktische Beispiele: Tierpräparate (z. B. Waldkauz, Frischling, Blindschleiche) und Untersuchungen des Waldbodens mit Becherlupen.
Bedeutung für Schulen und Region
Für die beteiligten Schulen bot der Aktionstag eine Gelegenheit, Umweltbildung lebendig umzusetzen und Grundkenntnisse zur lokalen Natur zu vermitteln. Solche Angebote stärken das Bewusstsein für Schutz und nachhaltige Nutzung der heimischen Wälder und leisten einen Beitrag zur Regionalentwicklung, weil sie Eltern, Lehrerinnen und Kinder gleichermaßen involvieren und für lokale Naturschutzthemen sensibilisieren.
| Wert | Angabe |
|---|---|
| Teilnehmende Schüler | 663 |
| Volksschulklassen | 35 |
| Beteiligte Gemeinden | 10 |
Konkrete Lerninhalte und Methode
Im Mittelpunkt standen naturnahe Lernformen: Neben der Arbeit mit Tierpräparaten wurden auch Lebewesen des Waldbodens mit Becherlupen erkundet und an einer Station die Dauer des Verbleibs von Müll in der Natur veranschaulicht. Eine Baumscheibe mit Fraßspuren der Larven des Großen Eichenbocks diente als konkretes Beispiel für den Wert von Totholz als Lebensraum.
Solche praxisnahen Einheiten sind nach Einschätzung der Organisatoren besonders wirkungsvoll, weil sie theoretische Inhalte mit unmittelbaren Sinneserfahrungen verknüpfen. Für die teilnehmenden Schulen bleiben die Aktionen eine Möglichkeit, Umweltbildung in den regulären Unterricht zu integrieren und Kindern lokale Naturschutzziele näherzubringen.
Die Naturpark-Tage zeigen, dass Umweltbildung im Bezirk Mödling gut angenommen wird und dass informelle Lernorte wie der Mödlinger Stadtwald wichtige Ergänzungen zum schulischen Angebot darstellen. Für Eltern und Lehrkräfte bieten die Programme konkrete Anknüpfungspunkte, um das im Wald Gelernte im Alltag zu vertiefen.