Stadt bündelt Maßnahmen gegen immer heißere Sommer
Die Stadt Mödling bereitet einen Hitzeaktionsplan vor, um auf häufiger und intensiver auftretende Hitzeperioden besser reagieren zu können. Das Gesundheitsreferat wurde damit beauftragt, vorhandene Angebote und laufende Planungen zusammenzuführen. In einer ersten Arbeitsrunde haben Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik mögliche Maßnahmen erörtert.
Als Reaktion auf die steigenden Temperaturen will die Stadt unter anderem ein stadtweites Netzwerk von kühlen Räumen etablieren. Dort sollen sich Menschen während besonders heißer Stunden kostenlos aufhalten können. Erste Gespräche mit potenziellen Partnerorganisationen laufen bereits; auch bestehende Angebote von Kirchen sollen eingebunden werden.
Konkrete Maßnahmen und Zielgruppen
Als weitere Bausteine werden geprüft: mehr Beschattung in öffentlichen Bereichen, zusätzliche Wasserstellen, und eine schrittweise Kühlung von Schulen und Kindergärten. Explizit als besonders betroffen identifiziert wurden ältere und kranke Menschen, Kinder sowie Personen in schlecht gedämmten Wohnungen oder jene, die viel im Freien arbeiten oder sich dort aufhalten.
- Kühle Räume: kostenlos zugängliche Aufenthaltsorte für heiße Stunden
- Beschattung: mehr schattenspendende Einrichtungen im öffentlichen Raum
- Wasserstellen: zusätzliche Trink- und Erfrischungsmöglichkeiten im Stadtgebiet
- Kühlung von Bildungseinrichtungen: schrittweise Maßnahmen für Schulen und Kindergärten
- Unterstützungsangebote: Prüfung von Kältetelefon und Shuttledienst für besonders Gefährdete
„Die zunehmende Hitze wird für die Bevölkerung zu einer immer größeren Gefahr, die die Gesundheit belastet und gefährdet“,
wird Bürgermeisterin Silvia Drechsler (SPÖ) zitiert. Die Formulierung unterstreicht die gesundheitspolitische Dringlichkeit, mit der die Stadtplanung nun verknüpft werden soll.
Verknüpfung von Anpassung und Klimaschutz
Die Stadt macht deutlich, dass neben kurzfristigen Anpassungsmaßnahmen auch die langfristige Reduktion von Treibhausgasen notwendig ist. In diesem Sinne sollen Modelle aus anderen Gemeinden geprüft und gegebenenfalls übernommen werden. Konkrete Zeitpläne oder eine Kostenabschätzung wurden in der Mitteilung nicht genannt; es heißt, erste Gespräche mit möglichen Partnern seien bereits angelaufen.
| Aspekt | Stand laut Mitteilung |
|---|---|
| Verantwortliches Ressort | Gesundheitsreferat der Stadt |
| Geplante Maßnahmen | Kühle Räume, Beschattung, Wasserstellen, Kühlung von Schulen/Kindergärten |
| Besonders Betroffene | Ältere, Kranke, Kinder, Personen in schlecht gedämmten Wohnungen |
Für Bewohnerinnen und Bewohner im Bezirk Mödling bedeutet das: In den kommenden Wochen und Monaten ist mit konkreten Vorschlägen und Angeboten zu rechnen. Wer schnellere Informationen wünscht, sollte die Veröffentlichungen der Stadt und des Gesundheitsreferats verfolgen. Die Einbindung von Kirchen und zivilen Partnern deutet darauf hin, dass die geplanten Angebote lokal breit zugänglich werden sollen.
Die Initiative folgt auf die Hitzewarnungen Ende Juni, als in Teilen Niederösterreichs die höchste Warnstufe Rot ausgegeben wurde. Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, die gesundheitlichen Risiken solcher Extremereignisse für die Bevölkerung im Raum Mödling zu verringern.