Ein Entwurf für viele Stimmen
Der Kompositionswettbewerb „Klangvielfalt – 50 Jahre Oö. Landesmusikschulwerk“, der im Frühjahr 2026 ausgeschrieben wurde, hat einen Gewinner: Aus zehn Einreichungen wählte eine unabhängige Fachjury den musikalischen Entwurf von Martin Ludwig Fiala aus. Der Preis ist mit 4.000 Euro dotiert; zusätzlich umfasst er den Auftrag, den Entwurf gemeinsam mit dem Komponisten zur Aufführungsreife weiterzuentwickeln und im Jubiläumsjahr zur Aufführung zu bringen.
Ein flexibles Werk als Leitmotiv
Charakteristisch für das ausgewählte Projekt ist seine Konzeption als flexibles Werk: Es kann sowohl von kleineren Ensembles als auch in der Besetzung mit Chor und Sinfonieorchester dargeboten werden. Ein besonderer Bestandteil ist zudem eine Signation – eine wiedererkennbare musikalische Kennmelodie, die das Jubiläumsjahr begleiten soll und dem Landesmusikschulwerk eine klangliche Identität verleihen kann.
Der Komponist im Porträt
Martin Ludwig Fiala, in St. Pölten geboren, studierte an der Bruckneruniversität Linz sowie an der Universität Wien. Seit 2010 leitet er die Landesmusikschule Steyr. Sein Schaffen umfasst Chor-, Orchester- und Kammermusik sowie elektroakustische Werke; darüber hinaus ist er als Chorleiter, Dozent und Kulturmanager tätig. Die Jury honorierte offenbar die Kombination aus handwerklicher Vielseitigkeit und dem Potenzial des Entwurfs, regional breit wirksam zu werden.
Geplante Aufführungen und Bedeutung
Geplant sind Aufführungen des fertig ausgearbeiteten Werks bei zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2027. Damit soll das Werk nicht nur ein punktuelles Ereignis bleiben, sondern als wiederkehrendes musikalisches Zeichen das Wirken des Landesmusikschulwerks im Land klanglich markieren.
- Wettbewerb: „Klangvielfalt – 50 Jahre Oö. Landesmusikschulwerk“
- Einreichungen: 10
- Preisgeld: 4.000 Euro + Auftrag zur Ausarbeitung
- Sieger: Martin Ludwig Fiala (Direktor der Landesmusikschule Steyr)
- Jubiläumsjahr: 2027
„Seit fast 50 Jahren bereichert das Oö. Landesmusikschulwerk das Kulturland OÖ. Es ist nicht nur eine Bildungseinrichtung, sondern auch ein zentraler Baustein für die kulturelle Nahversorgung in allen Regionen Oberösterreichs.“
Kontext und Perspektiven
Die Entscheidung für einen Entwurf statt eines bereits fertig ausgearbeiteten Werks folgt dem Prinzip eines Architektenwettbewerbs: Gesucht wurde nicht ein abgeschlossenes Produkt, sondern eine überzeugende, weiterentwicklungsfähige Idee. Dieser Ansatz eröffnet die Möglichkeit, das Werk im Dialog zwischen Komponist und den beteiligten Ensembles passgenau für unterschiedliche Aufführungskontexte zu gestalten.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Einreichungen | 10 |
| Preisgeld | 4.000 Euro |
| Jahr des Jubiläums | 2027 |
Das Projekt verbindet institutionelle Erinnerung mit lebendiger Praxis: Ein neues Werk, das in variabler Besetzung funktionieren soll, kann nicht nur das Jubiläum musikalisch akzentuieren, sondern auch langfristig in die Programme der Musikschulen und regionalen Ensembles Eingang finden. Dass eine unabhängige Jury aus den vorgeschlagenen Entwürfen jenen Fialas auswählte, unterstreicht die Ambition, das 50-Jahr-Jubiläum durch eine klanglich markante und vielseitig einsetzbare Komposition zu begleiten.