Umfrage liefert konkrete Hinweise für den städtischen Busverkehr
Eine neue Erhebung der Universität Klagenfurt hat das Nutzungsverhalten und die Erwartungen an den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt erfasst. An der Befragung nahmen rund 1.500 Personen teil; ausgewertet wurden knapp 1.200 Fragebögen. Die Ergebnisse geben Auskunft darüber, wie oft Menschen in der Stadt den Stadtbus verwenden und welche Bereiche sie als verbesserungswürdig ansehen.
Wie der Stadtbus genutzt wird
Die Auswertung zeigt, dass der Stadtbus für viele Einwohnerinnen und Einwohner ein fester Bestandteil des Alltags ist: Die Mehrheit der Befragten nutzt das Angebot täglich oder mehrere Male pro Woche. Besonders ausgeprägt ist die Nutzung bei Jugendlichen unter 18 Jahren. Beim Ticketverhalten ergibt sich eine hohe Akzeptanz der bestehenden Angebote: Am häufigsten genannt wurden das 60-Minuten-Ticket, das Kärnten Ticket und das KlimaTicket Österreich. Kaufvorgänge erfolgen überwiegend über die KlagenfurtMobil 2.0-App oder direkt im KMG-Bus.
Prioritäten der Fahrgäste
Die Befragten lieferten klar priorisierte Wünsche an die Verkehrsplanung in Klagenfurt. Im Vordergrund stehen:
- Kürzere Busintervalle, vor allem am Abend sowie an Wochenenden und Feiertagen;
- Mehr Haltestellen, mit besonderem Fokus auf die Innenstadt, Viktring sowie bei Freizeit- und Ausflugszielen;
- Attraktivere Sharing-Angebote wie Nextbike und Avant2Go durch günstigere Preise und zusätzliche Standorte.
Informationsbedarf: Echtzeit und Nutzerfreundlichkeit
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Kommunikation bei Störungen: Fahrgäste wünschen sich verlässliche Echtzeitinformationen zu Verspätungen und Ausfällen. Bevorzugte Kanäle für solche Informationen sind digitale Anzeigetafeln an Haltestellen sowie die KlagenfurtMobil 2.0-App. Gleichzeitig zeigen die Rückmeldungen, dass die Bedienbarkeit und Nutzerfreundlichkeit der App verbessert werden soll.
„Es ist wichtig, die Meinung der Kunden einzuholen, um so laufend Verbesserungen und Weiterentwicklungen beim öffentlichen Verkehr durchführen zu können. Bereits in der Vergangenheit wurden hier essenzielle Maßnahmen gesetzt. Es freut mich, dass die aktuelle Befragung wieder so gut angenommen wurde.“ — Christian Scheider, Bürgermeister
Konkrete Bedeutung für Klagenfurt
Die Ergebnisse geben Verwaltung und Verkehrsunternehmen klare Handlungsfelder vor: Eine Takterhöhung in den Abendstunden und an Wochenenden würde insbesondere Pendlern und Freizeitnutzern zugutekommen. Zusätzliche Haltestellen in Innenstadtbereichen und in Ortsteilen wie Viktring könnten Wege zu Arbeit, Einkauf und Freizeit verkürzen und Fußverkehr entlasten. Verbesserte Echtzeitkommunikation würde die Planbarkeit bei Störungen erhöhen und das Vertrauen in die Öffis stärken.
| Aspekt | Ergebnis / Wunsch |
|---|---|
| Teilnehmende | ~1.500 Befragte, ~1.200 ausgewertet |
| Häufig genutzte Tickets | 60-Minuten-Ticket, Kärnten Ticket, KlimaTicket Österreich |
| Beliebteste Informationskanäle | Digitale Anzeigetafeln, KlagenfurtMobil 2.0-App |
Die Erhebung wurde von städtischer Seite als Grundlage für mögliche Anpassungen hervorgehoben. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Klagenfurt bedeutet das: Wer regelmäßig den Bus nutzt, kann mittelfristig von konkreten Verbesserungen bei Taktung, Haltestellenangebot und Fahrgastinformationen profitieren — vorausgesetzt, die Erkenntnisse der Befragung werden in Planungen und Budgetentscheidungen übernommen.