Der Gemeinderat von Hollabrunn hat in seiner jüngsten Sitzung eine einstimmig angenommene Dringlichkeitsresolution verabschiedet, die eine raschere Umsetzung des Ausbaus der Nordwestbahn verlangt. Hintergrund sind Einsparungen im ÖBB-Rahmenplan, durch die Teile des zuvor geplanten, teilweise zweigleisigen Ausbaus voraussichtlich erst deutlich später, nämlich in den 2030er Jahren, realisiert werden sollen.
Botschaft an das Verkehrsministerium
Mit dem Beschluss richtet sich die Stadtgemeinde direkt an den zuständigen SPÖ-Verkehrsminister mit der Forderung nach einer Überarbeitung des Rahmenplans und einer Beschleunigung der Bauarbeiten. Der Gemeinderat will damit ein deutliches Zeichen setzen, dass die derzeitige Planung aus Sicht der Stadt nicht akzeptabel ist.
Warum der Ausbau wichtig ist
Die Hollabrunner Grünen bringen mit ihrem Antrag vor allem die Lage der Pendlerinnen und Pendler zur Sprache. Laut der Fraktion kommt es entlang der Nordwestbahn häufig zu Verzögerungen und zu Wartezeiten auf ausgleichende Gegenzüge. In der Resolution wird betont, dass die aktuelle Priorisierung des Budgets — so die Kritik der Grünen — nicht ausreichend den regionalen Nahverkehr stärkt.
„Das ist nicht fair gegenüber den Pendlerinnen und Pendlern, die täglich mit Verspätungen und dem Abwarten von Gegenzügen zu kämpfen haben“,
so Gemeinderat Georg Ecker, der den Dringlichkeitsantrag eingebracht hat. Die Formulierung macht deutlich, dass es der Stadt um eine Verbesserung der Alltagssituation der Berufspendler geht.
Folgen für den Bezirk Hollabrunn
Ein verzögerter Ausbau bedeutet für viele Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks langfristig eine schlechtere Anbindung an Arbeitsplätze und Bildungsangebote in Wien und anderen Zentren. Gleichzeitig stehen Planungssicherheit und die Perspektive auf zuverlässigere Verbindungen auf dem Spiel. Die Resolution hat daher nicht nur symbolischen, sondern auch praktischen Wert: Sie soll ein politisches Signal setzen und den Druck auf die Entscheidungsträger im Verkehrsministerium erhöhen.
- Beschluss: Einstimmige Annahme der Dringlichkeitsresolution im Gemeinderat
- Forderung: Überarbeitung des ÖBB-Rahmenplans und beschleunigter Ausbau
- Adressat: Zuständiges Verkehrsministerium (SPÖ)
| Aspekt | Status |
|---|---|
| Teilweise zweigleisiger Ausbau | Vorläufig verschoben (Planungen reichen voraussichtlich in die 2030er Jahre) |
| Gemeinderatsbeschluss | Einstimmig angenommen |
Die Hollabrunner Grünen kündigten an, sich weiter für eine raschere Umsetzung einzusetzen. Ob und wie das Verkehrsministerium auf die Resolution reagiert, bleibt abzuwarten. Für Pendlerinnen und Pendler im Bezirk ist jedenfalls relevant, dass die Gemeinde aktiv an einer Verbesserung der Schieneninfrastruktur arbeitet und die Situation öffentlich thematisiert.
Für Betroffene empfiehlt es sich, laufende Informationen zu Fahrplanänderungen und geplanten Baumaßnahmen über die ÖBB und die Gemeinde-Webangebote zu verfolgen, um kurzfristige Auswirkungen auf den Pendelverkehr frühzeitig zu erkennen.