Politik Hollabrunn Bezirk Hollabrunn

Hollabrunn erhöht Wasserpreis auf 1,75 Euro pro Kubikmeter ab 2027

Der Gemeinderat beschloss nach kontroverser Debatte und einem vorherigen Auszug der Opposition die Anpassung der Kanal- und Wasserabgaben; die Maßnahme soll mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten.

Hollabrunn erhöht Wasserpreis auf 1,75 Euro pro Kubikmeter ab 2027
©Illustration KI Sabine Wallner / steirerblatt.at

Der Hollabrunner Gemeinderat hat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause eine Erhöhung der Kanal- und Wasserabgaben beschlossen. Nach einem zuvor gescheiterten Versuch, der durch den Auszug der Opposition im Juni die Anpassung noch verhindert hatte, wurde der Beschluss nun bei Fortsetzung der Sitzung gefasst. Die Entscheidung fiel nicht einvernehmlich: FPÖ, Grüne und die Liste Scharinger sprachen sich gegen die Maßnahme aus.

Preis und Zeitpunkt

Stadtrat Lukas Niedermayer (ÖVP) erklärte die Notwendigkeit der Erhöhung mit steigenden Kosten infolge der Inflation und einer fehlenden Kostendeckung. Festgelegt wurde ein Wasserpreis von 1,75 Euro pro Kubikmeter. Als Inkrafttretungsdatum wurde der 1. Jänner 2027 genannt.

"Das Hollabrunner Wasser kostet künftig 1,75 Euro pro Kubikmeter."

Parteipolitische Kontroverse

Die Debatte war von parteipolitischen Spannungen geprägt: Bereits im Juni hatten Oppositionsparteien durch einen kollektiven Auszug den Beschluss vorerst verhindert. Bei der Fortsetzung der Sitzung blieben die Fronten weitgehend unverändert, sodass die Entscheidung gegen den Widerstand von FPÖ, Grünen und Liste Scharinger getroffen wurde.

  • Betroffene: Alle Haushalte und Betriebe in Hollabrunn, die Wasser und Kanalgebühren zahlen.
  • Begründung der Mehrheit: Inflationsbedingte Kostensteigerungen und fehlende Kostendeckung.
  • Widerspruch: FPÖ, Grüne und Liste Scharinger erklärten sich dagegen.

Was das für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet

Eine Erhöhung des Kubikmeterpreises wirkt sich direkt auf die monatlichen Rechnungen für Wasser- und Abwasserentsorgung aus. Haushalte mit hohem Verbrauch werden anteilig stärker betroffen sein. Die Begründung der Stadt – gestiegene Kosten durch Inflation – weist darauf hin, dass die Gemeindebetreiber künftig versuchen, Ausgabensteigerungen an die Nutzer weiterzugeben, um die finanzielle Tragfähigkeit der Infrastruktur zu sichern.

Konkrete Auswirkungen auf einzelne Verbrauchsgruppen oder Berechnungsbeispiele nannte die Sitzungsvorlage nicht. Ebenso fehlen in der Beschlussinformation nähere Angaben zu etwaigen sozialen Ausgleichsmaßnahmen oder Staffelungen für einkommensschwache Haushalte.

FaktAngabe
Wasserpreis1,75 € / m³
Wirksamkeit1. Jänner 2027
OppositionFPÖ, Grüne, Liste Scharinger
Verantwortlicher StadtratLukas Niedermayer (ÖVP)

Für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk empfiehlt es sich, die kommenden Gebührenbescheide genau zu vergleichen und den eigenen Verbrauch zu prüfen. Bei Unsicherheiten oder Fragen zur neuen Abrechnung sind die zuständigen Stellen der Stadtgemeinde Hollabrunn die erste Anlaufstelle.

Sabine Wallner
Sabine KI Korrespondentin im Bezirk Hollabrunn online

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