In der Nachbarortschaft Obernalb kam es diese Woche zu einem Zwischenfall, der vor allem für Kleintierhalter im Bezirk relevant ist: drei Hunde eines Halters aus Obermarkersdorf verließen offenbar unbeaufsichtigt das Grundstück und gelangten auf ein Privatgrundstück in Obernalb, wo sie eine Hühnerschar entdeckten. Dabei wurden mehrere Legehühner getötet.
Gespräch und Schadenersatz
Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls suchte der Hundehalter offenbar das Gespräch mit den betroffenen Hühnerhaltern. Er entschuldigte sich für das Verhalten seiner Tiere und übernahm die Kosten für den entstandenen Schaden. Damit gilt der Vorfall zwischen den Beteiligten als erledigt.
Warum Hunde auf Hühner reagieren
Verschiedene Fachleute und Hundetrainer weisen darauf hin, dass das Verhalten weniger mit Nahrungsbedarf als mit Instinkt zu tun hat: Flüchtende Vögel lösen bei vielen Hunden einen Jagd- oder Verfolgungsreflex aus. Zum Verhalten sagte etwa der bekannte Hundetrainer Martin Rütter:
„Das Weglaufen der Vögel setzt im Gehirn des Hundes den Reiz zum Hetzen frei, was für ihn puren Spaß und Stressabbau bedeutet, unabhängig davon, ob er Hunger hat.“
- Ort des Vorfalls: Obernalb (Gemeinde im Bezirk Hollabrunn)
- Beteiligte Tiere: drei Hunde, mehrere Legehühner
- Folge: tödliche Verletzungen bei Hühnern; Schaden ersetzt
Was das für Tierhalter im Bezirk bedeutet
Der Fall macht deutlich, dass Kleintierhalter und Hundebesitzer im ländlichen Raum aufeinander Rücksicht nehmen müssen: Eine unzureichende Sicherung von Hunden kann nicht nur für Geflügelhalter hohe wirtschaftliche und emotionale Konsequenzen haben, sondern auch rechtliche Folgen nach sich ziehen. Für Betroffene sind folgende Punkte praxisrelevant:
- Hundehaltung: Grundstückssicherung und Beaufsichtigung beim Auslauf, um Ausbüchsen zu verhindern.
- Für Geflügelhalter: robuste Einzäunung und sichere Unterbringung der Tiere, insbesondere nachts.
- Schadensregelung: Direkte Kommunikation kann schnelle Einigung bringen; bei größeren Schäden ist eine Dokumentation wichtig.
| Aspekt | Bekannte Information |
|---|---|
| Anzahl Hunde | drei |
| Ort der Hundeherkunft | Obermarkersdorf |
| Ort des Schadens | Privatgarten in Obernalb |
| Folge | Mehrere getötete Legehühner; Schaden ersetzt |
Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks bleibt als Lehre, Vorsorge zu treffen: Technische Sicherungen und Aufmerksamkeit im Umgang mit Haustieren können Nachbarschaftskonflikte vermeiden. Behördenangaben oder weiterführende polizeiliche Maßnahmen sind dem vorliegenden Bericht zufolge nicht dokumentiert worden; der Fall wurde außergerichtlich geregelt.
Kontakt für Betroffene: Wer in ähnlichen Fällen Rat benötigt, kann sich an die Gemeinde beziehungsweise an lokale Tierschutzstellen wenden; für Rechtsfragen empfiehlt sich die Konsultation eines Rechtsexperten.