Großeinsatz am Samstag: Scheune und Nebengebäude betroffen
Am Samstag, dem 8. August, rückten die Feuerwehren der Marktgemeinde Zellerndorf und der Stadt Retz zu einem Scheunenbrand im dicht verbauten Ortsgebiet aus. Betroffen waren laut Einsatzmeldungen eine Scheune sowie der Dachstuhl eines Nebengebäudes. Gegen 18 Uhr konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden.
Einsatzleitung und Vorgehen
Der Einsatzleiter, Josef Putz, ordnete an, das HLF3 Zellerndorf unmittelbar an die Rückseite des Anwesens zu verlegen, um den Schutz der angrenzenden Gebäude sicherzustellen. Während die zunächst eintreffenden Kräfte von der Vorderseite löschten, begannen andere Mannschaften mit Schutzmaßnahmen entlang der Rückseite. Die Dachböden der benachbarten, nicht unmittelbar betroffenen Gebäude wurden fortlaufend mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.
Besondere Herausforderungen bei den Nachlöscharbeiten
- Die Bausubstanz erschwerte die Arbeit: Teile der Geschoßdecke waren als sogenannter Mausboden ausgeführt und mit Heu bzw. Stroh gefüllt.
- Der Zugang für schweres Gerät war an der Brandstelle eingeschränkt, ein großflächiges Öffnen der Geschoßdecke daher nur bedingt möglich.
- Um verbleibende Glutnester zu ersticken, wurde in Abstimmung mit der neu eingeführten Führungsunterstützungseinheit im Bezirk Hollabrunn unter Markus Zahlbrecht der Einsatz eines Mittelschaumrohres beschlossen.
Wirkung und Bedeutung für die Anrainer
Der umfassende Löschangriff mit mehreren Rohren zeigte rasch Wirkung; eine Brandausbreitung auf Nachbargebäude konnte verhindert werden. Für die Anrainer bedeutete das vor allem: Vermeidung weiterer Gebäudeschäden und mögliche Evakuierungen. Die laufenden Kontrollen mit Wärmebildkameras dienten dazu, versteckte Brandherde frühzeitig zu erkennen und ein Wiederaufflammen zu verhindern.
Relevante Fakten im Überblick
| Datum | 8. August |
|---|---|
| Einsatzleiter | Josef Putz |
| Beteiligte Einheiten | Feuerwehren Zellerndorf, Retz; Führungsunterstützungseinheit Hollabrunn |
| Besondere Maßnahmen | Einsatz Mittelschaumrohr, Wärmebildkamera-Kontrollen |
| Ergebnis | Brand aus gegen ca. 18:00 Uhr, keine Ausbreitung auf Nachbargebäude |
Der Einsatz zeigt, wie wichtig rasches, koordiniertes Handeln der Freiwilligen Feuerwehren und spezialisierter Einheiten ist — gerade in dicht verbauten Ortsgebieten mit älteren Gebäudestrukturen und lagernden brennbaren Materialien wie Heu oder Stroh. Für Hausbesitzer und Mieter in Zellerndorf und Umgebung ist dies eine Erinnerung, bei historischen Scheunen und Speicherböden auf Brandschutz, ordnungsgemäße Lagerung und freie Zugänge für Einsatzfahrzeuge zu achten.