Praktische Unterstützung für Angehörige: Schülerarbeiten als Trostspender
Die 6B-Klasse des Erzbischöflichen Gymnasiums Hollabrunn hat im Rahmen ihres Unterrichts selbst gestaltete Kondolenzkarten erstellt, die künftig an die Angehörigen von Patient:innen der Palliativstation am Klinikstandort Hollabrunn ausgegeben werden. Das teilte das Klinikum Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn mit. Die Initiative zielt darauf ab, Sterben und Trauer in der lokalen Öffentlichkeit nicht zu verdrängen, sondern mit einem niederschwelligen, persönlichen Angebot zu begleiten.
Die Motive der Schüler:innen — präsentiert von Katja, Simon, Larissa, Anna, Clara-Benedicta und Miriam — sollen Angehörigen in einer schwierigen Phase ein Zeichen von Anteilnahme vermitteln. Die Karten werden mit persönlichen Worten des Pflege- oder Ärzteteams ergänzt und direkt an die Hinterbliebenen überreicht.
Was das für Betroffene und die lokale Versorgung bedeutet
Für Angehörige ist ein handgeschriebener, persönlicher Gruß häufig wichtiger als formale Standardtexte. Die Aktion verbindet die schulische Gemeinschaft mit dem Klinikum und schafft gleichzeitig eine low-threshold-Unterstützung in der Trauerarbeit. Für die Palliativstation bedeutet dies eine Ergänzung zum bestehenden Angebot, das medizinische und psychosoziale Betreuung umfasst.
Konkrete Effekte im lokalen Umfeld sind:
- Direkte, persönliche Anteilnahme für Angehörige
- Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Klinik
- Erhöhung der Sichtbarkeit palliativer Themen in der Öffentlichkeit
Herkunft und Umsetzung
Die Karten entstanden im Rahmen des Unterrichts der 6B des Erzbischöflichen Gymnasiums Hollabrunn. Sie werden laut Mitteilung des Klinikums mit ergänzenden Worten an die Angehörigen ausgegeben. Die Aktion fand noch während der Sommerferien statt; die beteiligten Schüler:innen präsentierten ihre Motive in den Tagen zuvor.
| Element | Details |
|---|---|
| Schule | Erzbischöfliches Gymnasium Hollabrunn |
| Klasse | 6B |
| Motive präsentiert von | Katja, Simon, Larissa, Anna, Clara-Benedicta, Miriam |
| Empfänger | Angehörige von Patient:innen der Palliativstation, Klinikum Hollabrunn |
Weiterer Kontext und Hinweise
Initiativen wie diese leisten einen Beitrag zur Enttabuisierung von Sterben und Trauer in der Gemeinschaft. Für Interessierte, die ähnliche Projekte in Schulen oder Einrichtungen initiieren wollen, ist der Kontakt zum Sozial- oder Religionsunterricht sowie zur psychosozialen Abteilung des Klinikums ein sinnvolles Vorgehen.
Die Aktion wurde vom Klinikum Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn kommuniziert; nähere organisatorische Details zu Übergabezeitpunkten oder Umfang der Kartenvergabe wurden in der Mitteilung nicht genannt.