HORN. Zum zweiten Mal rückte die Fußgängerzone in der Pfarrgasse ins Zentrum eines Open-Air-Konzerts: Die Sommerakademie Allegro Vivo gestaltete die Straße als Bühne und bot den Bewohnerinnen und Bewohnern ein breites klassisches Programm bei freiem Eintritt. Die Veranstaltung machte klassische Kammermusik für Passantinnen und Passanten unmittelbar erlebbar und belebte das Zentrum der Stadt.
Programm und Mitwirkende
Die Konzertreihe brachte Werke verschiedener Epochen und Besetzungen zur Aufführung. Zu hören waren Stücke von Mozart, Beethoven, Liszt und Prokofjew sowie Salon- und Konzertliteratur. Solistinnen und Solisten der Akademie präsentierten unter anderem Violinkonzerte, Flöten- und Klavierwerke sowie Vokalstücke.
- Eröffnung mit Beethovens Flötenserenade und einem Menuett.
- Mozarts Violinkonzert in A-Dur – Solistin: Sarah Bayens, Klavier: Andrei Banciu.
- Vokales: Anna Schweizer (Sopran) und Benjamin Gröblinger (Bass-Bariton) mit Liedern und Ausschnitten aus der Opernliteratur.
- Klavierwerke, unter anderem Franz Liszts "Waldesrauschen".
- Flötenquartett von Mozart sowie zeitgenössische Beiträge wie „Theresa's Groove“ für Violoncello.
| Werk / Gattung | Ausführende |
|---|---|
| Mozarts Violinkonzert in A-Dur | Sarah Bayens (Violine), Andrei Banciu (Klavier) |
| Beethovens Flötenserenade | Pau Coso Caballero (Flöte), weitere Beteiligte |
| Liszt: Waldesrauschen | Pelin Öztürk (Klavier) |
Bedeutung für die Stadt
Die Veranstaltung zeigt, wie öffentliche Räume in Horn für Kulturangebote genutzt werden können: Die Pfarrgasse wurde temporär zur Konzertbühne, was einerseits Besucherinnen und Besucher anzieht, andererseits das lokale Gewerbe beleben kann. Das Format mit kostenlosem Zugang senkt die Schranken zur klassischen Musik und bietet jungen Musikerinnen und Musikern Aufführungsmöglichkeiten außerhalb des Konzertsaals.
Für Anwohnende bleibt die Nutzung der Fußgängerzone durch kulturelle Initiativen relevant, weil sie direkte Aufenthaltsqualität schafft und das Stadtzentrum belebt. Für diejenigen, die klassische Musik live erleben wollen, bot das Open-Space-Konzert eine einfache Möglichkeit, Programmvielfalt ohne Eintrittsbarrieren kennenzulernen.
Ob und in welcher Form weitere Open-Space-Konzerte folgen, wurde in der Meldung nicht genannt. Festivalorganisatoren und die Stadt Horn könnten aber mit ähnlichen Formaten weiterhin zur Belebung des öffentlichen Raums beitragen.