Der älteste noch aktive Sportverein in Vorarlberg tritt in ein neues Kapitel: Die bisherige Turnerschaft Jahn Feldkirch firmiert ab 2026 als Turn- und Sportgemeinschaft Feldkirch (TSG Feldkirch). Dieser Beschluss wurde einstimmig bei der Generalversammlung Ende Juni getroffen und markiert den offiziellen Startschuss für eine Umstrukturierung mit praktischer und symbolischer Bedeutung für das Vereinsleben in der Region.
Strategische Sicherung und räumliche Erweiterung
Im Jubiläumsjahr übernimmt die neue TSG neben Mitgliedern auch die Turnhalle in der Mutterstraße in Feldkirch-Levis sowie die Mitglieder des Arbeiterheimvereins. Durch die Übertragung des Vereinsvermögens ist der Fortbestand des Vereins nach eigenen Angaben abgesichert. Für die Betroffenen bedeutet das konkret: Erhalt von Trainingsräumen, Fortführung bewährter Angebote und Kontinuität bei Kursen und Wettkampfsportarten.
Sportliche Bilanz und Struktur
Sportlich kann der Verein auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken. In den letzten sechs Jahrzehnten stellten Vereinsathleten zweimal einen Olympiateilnehmer im Degenfechten. Darüber hinaus haben Sportlerinnen und Sportler des Vereins mehr als fünfzehn Teilnahmen an Europameisterschaften und Weltmeisterschaften im Fechten sowie in der Rhythmischen Sportgymnastik erreicht. Das heutige Vereinsleben zeigt sich divers: Rund 300 Mitglieder sind derzeit aktiv, davon etwa 190 Kinder. Mehr als 25 Trainer betreuen die Sparten Turnen, Gymnastik, Fechten und Volleyball.
- Neuer Vereinsname: TSG Feldkirch
- Übernahme: Mitglieder des Arbeiterheimvereins und Turnhalle Mutterstraße
- Jubiläumshöhepunkt: öffentliche Feier am 8. Dezember im Rahmen des Nikolausturnens in der Halle Oberau
| Aspekt | Zahlen / Fakten |
|---|---|
| Jubiläum | 175 Jahre (2026) |
| Mitglieder | ca. 300 (davon ~190 Kinder) |
| Trainer | mehr als 25 |
| Sparten | Turnen, Gymnastik, Fechten, Volleyball |
Der Höhepunkt der Feierlichkeiten ist für den 8. Dezember geplant: Die TSG lädt zu einer öffentlichen Jubiläumsfeier im Rahmen des traditionellen Nikolausturnens in der Halle Oberau. Für Familien und Sportinteressierte bietet das Programm die Gelegenheit, die Angebote des Vereins kennenzulernen und mit Aktiven ins Gespräch zu kommen.
Für Feldkirch bedeutet die Umbenennung und die damit verbundene Konsolidierung des Vereinsvermögens vor allem eines: Bewahrung einer lokalen Sporttradition und Sicherung von Trainingsmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene. Die Übernahme der Halle in Levis kann zudem Kapazitäten schaffen, um das Angebot anzupassen oder zu erweitern – ein wichtiger Punkt für Eltern, Übungsleiter und Ehrenamtliche, die auf verlässliche Strukturen angewiesen sind.