Das Zentrum für Akutmedizin (ZAM) am LKH-Universitätsklinikum Graz ist nun vollständig ausgebaut. Mit der dritten und letzten Bauetappe wurden zentrale Bereiche der Notfallversorgung am Standort gebündelt und eine neue Eingangszone eröffnet. Klinikleitung und Landespolitik betonen Vorteile für Abläufe und Patientenversorgung.
Neue Eingangszone und getrennte Zugänge
Die dritte Bauphase bringt eine veränderte Eingangssituation: Es gibt getrennte Zugänge für Selbstbringer, Rettungsfahrzeuge sowie für absolute Notfälle, die mit Notarzt oder Hubschrauber eintreffen. Der ärztliche Direktor des Hauses, Wolfgang Köhle, erklärte, dies ermögliche eine klarere Struktur beim Erstkontakt und schnellere Wege für schwerstverletzte oder akut erkrankte Menschen.
„Bauetappe drei bedeutet eine Erweiterung des Zentrums für Akutmedizin, kurz ZAM genannt, bedeutet eine neue Eingangssituation mit getrennten Zugängen für Selbstgeher, für Rettungsfahrzeuge und natürlich für die absoluten Notfälle, die mit dem Notarzt oder dem Hubschrauber kommen“, so Wolfgang Köhle.
Beobachtungsstation: Herzstück der Erweiterung
Als zentrales Element der Erweiterung wurde eine neue Beobachtungsstation mit 30 Betten eingerichtet. Laut KAGes-Vorstandsvorsitzendem Gerhard Stark können zahlreiche akute Krankheitsbilder innerhalb von 24 Stunden abgeklärt werden. Die Station dient demnach sowohl als Ort für die kurzfristige Beobachtung und Diagnostik als auch als Puffer vor einer Aufnahme auf die regulären Stationen.
- Neue Eingangszone mit getrennten Zugängen
- Enge Zusammenarbeit zwischen chirurgischer und internistisch-neurologischer Notaufnahme
- 30 Betten in der Beobachtungsstation zur fallabschließenden Abklärung binnen 24 Stunden
Konsequenzen für Patientinnen und Personal
Die räumliche Bündelung der Notaufnahmen soll die Wege für Patientinnen und Patienten verkürzen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessern. Für die Beschäftigten bedeutet das veränderte Arbeitsabläufe, die laut Klinikleitung effizientere Versorgung und ein besseres Miteinander ermöglichen sollen. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl nannte als Nutzen „kürzere Wege, verbesserte Arbeitsabläufe, einfach ein Mehr an Miteinander, sodass die Patientinnen und Patienten noch effizienter versorgt werden können.“
Was bleibt zu tun
Der Ausbau des ZAM ist damit abgeschlossen; weitere Maßnahmen am LKH-Graz sind Teil des Entwicklungsprogramms LKH 2040. Geplante Schritte darin umfassen unter anderem die Generalsanierung der Inneren Medizin, die Modernisierung der Hämatologie, die Errichtung eines neuen Zentrallabors und Vorhaben in der Radiologie, so die verfügbaren Informationen.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Projekt | Zentrum für Akutmedizin (ZAM), dritte Bauetappe |
| Neu | Neue Eingangszone, getrennte Zugänge, 30-Betten-Beobachtungsstation |
| Ziel | Kürzere Wege, verbesserte Arbeitsabläufe, engere Zusammenarbeit chirurgisch/internistisch-neurologisch |
Für die Bevölkerung in Graz bedeutet das Ergebnis vor allem potenziell schnellere Erstversorgung bei Notfällen und eine entlastete Aufnahme in stationäre Bereiche. Patientinnen und Patienten sowie Angehörige werden von den angekündigten kürzeren Wegen und der zentralen Organisation direkt profitieren; gleichzeitig stellt die Umsetzung neuer Abläufe Anforderungen an Personal und Logistik, die in den kommenden Wochen und Monaten zu beobachten sind.