Fachärztliche Präsenz für die jüngsten Patientinnen und Patienten
Das Klinikum Schärding und die Kinderklinik Dritter Orden Passau haben ihre Zusammenarbeit bei der Betreuung von Neugeborenen ausgeweitet. Seit August reisen Kinderärzte aus Passau an drei Tagen pro Woche nach Schärding, um die so genannte U2-Basisuntersuchung durchzuführen. Damit stehen jungen Familien im Bezirk zusätzliche fachärztliche Kapazitäten unmittelbar vor Ort zur Verfügung.
Was genau geändert wurde
Die anreisenden Passauer Fachärzte führen die U2 zwischen dem zweiten und zehnten Lebenstag durch. Zu den Untersuchungen zählen neben der allgemeinen klinischen Untersuchung auch Ultraschalluntersuchungen der Nieren und Hüften. Für dringende Fälle stehen die Spezialisten aus Passau weiterhin rund um die Uhr zur Verfügung; bei Komplikationen kann das Schärdinger Team telemedizinisch mit der Kinderklinik Rücksprache halten.
- Regelmäßiger Besuch: 3 Tage pro Woche Passauer Kinderärzte im Klinikum Schärding
- Untersuchungen: U2 inklusive Nieren- und Hüftultraschall
- Notfallversorgung: telemedizinische Absprache und bei Bedarf Einsatz eines Teams aus Passau (Entfernung: ca. 17 km)
„Wir erweitern eine gute bestehende Versorgung um zusätzliche fachärztliche Kompetenz aus einem großen Kinderzentrum. Das ist eine sinnvolle Weiterentwicklung des Bewährten. Davon profitieren die Familien unmittelbar.“
Dieses Zitat stammt von Primar Florian Degenhart, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Schärding. Ergänzt wird die Kooperation durch Wolfgang Keller, den Ärztlichen Direktor der Kinderklinik Passau, der die gemeinsame Motivation betont, das Versorgungsumfeld für Neugeborene in der Region zu verbessern.
Konsequenzen für Familien und Versorgungslage im Bezirk
Für werdende Eltern und Familien im Bezirk bedeutet die Maßnahme mehr fachärztliche Präsenz unmittelbar nach der Geburt. Die U2 ist eine zentrale Untersuchung, um angeborene Probleme frühzeitig zu erkennen; die zusätzliche Expertise verringert das Risiko, dass auffällige Befunde erst mit Verzögerung entdeckt werden. Gleichzeitig bleibt die bestehende ambulante Kinderarztpraxis in Schärding für die weitere Betreuung erhalten, stationär werden Kinder bei Bedarf wie bisher in die Kinderklinik Passau verlegt.
Die Kooperation nutzt eine Kombination aus Präsenzterminen und telemedizinischer Absicherung. Dadurch sollen Wege und Wartezeiten für Familien minimiert und gleichzeitig eine hohe medizinische Qualität sichergestellt werden.
| Leistungsmerkmal | Stand |
|---|---|
| Regelmäßige Anwesenheit | 3 Tage pro Woche |
| Untersuchung | U2 inkl. Nieren- und Hüftultraschall |
| Notfallzugang | 24/7 telemedizinisch + Team aus Passau (≈17 km) |
Insgesamt stellt die Zusammenarbeit eine Ergänzung der bestehenden Versorgung dar, ohne die bisherigen Strukturen zu ersetzen. Für die regionale Geburtshilfe und die nachgeburtliche Betreuung von Neugeborenen im Bezirk Schärding ist damit kurzfristig mit einer Stärkung der fachärztlichen Ressourcen zu rechnen.