Kompletter Ausbau des Zentrums für Akutmedizin abgeschlossen
Das Zentrum für Akutmedizin am LKH-Univ. Klinikum Graz hat seine dritte und letzte Bauetappe fertiggestellt. Mit dem neuen Eingangsbereich, zusätzlichen Räumen für die medizinische Ersteinschätzung und einer Beobachtungsstation bündelt das Klinikum nun die Akutversorgung an einem Standort. Für den Bauabschnitt wurden laut Klinikangaben 12,6 Millionen Euro aufgewendet.
Was sich für Patientinnen und Patienten ändert
Ein zentraler Bestandteil der Erweiterung ist die neue Beobachtungsstation mit 30 Plätzen. Dort können Menschen bis zu 24 Stunden medizinisch begleitet werden, um danach zu entscheiden, ob eine Entlassung möglich ist oder eine reguläre Aufnahme notwendig wird. Diese Struktur soll dazu beitragen, akute Fälle gezielter zu versorgen und die Einweisung auf Stationen besser zu steuern.
- Neue Beobachtungsstation: 30 Betten/Behandlungsplätze, Beobachtung bis zu 24 Stunden.
- Haupteingang und Triage: Patienten und Rettungsdienste werden am zentralen Eingang erstbegutachtet und weitergeleitet.
- Kürzere Wege: Direkte Anbindung an zentrale Bereiche wie Radiologie soll Abläufe beschleunigen.
Arbeitsabläufe und Patientenzuweisung
Bereits seit November 2024 arbeiten die chirurgische und die internistisch-neurologische Notaufnahme gemeinsam im Zentrum für Akutmedizin (ZAM). Mit Abschluss der Bauetappe kommen nun weitere Funktionsbereiche hinzu. Am neuen Eingangsbereich erfolgt die medizinische Ersteinschätzung (Triage). Auf dieser Basis werden Betroffene je nach Dringlichkeit und Verdachtsbild an die passenden Bereiche weitergeleitet – etwa an die Fachabteilungen des ZAM, an die Allgemeinmedizinische Akutversorgung (AMA) oder in die neue Beobachtungsstation.
Erwartete Auswirkungen für die Versorgung in Graz
Die Bündelung von Notfallstrukturen an einem Standort sowie kürzere Wege zwischen Aufnahme und Diagnostik sollen insbesondere bei hoher Auslastung die Entscheidung über die erforderliche Behandlung beschleunigen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das potenziell kürzere Wartezeiten und klarere Zuweisungswege. Für Rettungsdienste ergibt sich ein eindeutiger Zuständigkeitsort, an dem Erstmaßnahmen und Weiterleitung erfolgen können.
| Faktor | Angabe |
|---|---|
| Investitionssumme | 12,6 Millionen Euro |
| Beobachtungsplätze | 30 Plätze |
| Gemeinsamer Betrieb chirurgisch/innere Notaufnahme seit | November 2024 |
Für die Bevölkerung in Graz bedeutet die Fertigstellung des Zentrums für Akutmedizin eine spürbare organisatorische Neuerung in der Notfallversorgung. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die neuen Abläufe in der Praxis bewähren und ob die versprochenen Effizienzgewinne und kürzeren Entscheidungswege tatsächlich eintreten.