Letzter Rundgang vor dem Abriss
Die Volksschule Konradsheim hat ihre Türen noch einmal für die Öffentlichkeit geöffnet und damit eine deutliche Zäsur im Ortsleben markiert: Vor dem anstehenden Abbruch nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das Gebäude zu besichtigen und Erinnerungen an eigene Schulzeiten zu teilen. Das Programm richtete sich bewusst an alle Altersgruppen und verband Unterhaltung mit Rückblicken auf die lokale Bildungsgeschichte.
Zum Rahmenprogramm zählten Auftritte und Aktionen, die die Verbundenheit der Dorfgemeinschaft mit der Schule unterstrichen. Besonders die jungen Schuhplattlerinnen und Schuhplattler aus Konradsheim sorgten für lebhafte Stimmung, das Kindertheater zeigte das Stück „Ich bin der Beste“ und die Schülerinnen und Schüler der Volksschule begleiteten den Nachmittag musikalisch.
Schulchronik als Erinnerungsspeicher
Ein zentraler Programmpunkt war die Präsentation einer Ausstellung, die die wichtigsten Stationen der Schulgeschichte zusammenfasste. Die Direktorin stellte die Chronik vor und trug heitere Anekdoten daraus vor. In ihrer Ansprache würdigte sie das Kollegium sowie Unterstützerinnen und Unterstützer und betonte den persönlichen Stellenwert der Schule für ihr berufliches Wirken.
„Diese Schule war über viele Jahre hinweg für mich mehr als ein Arbeitsplatz. Sie war ein Ort, an dem ich Kinder auf ihrem Weg begleiten, ihre Entwicklung miterleben und gemeinsam mit einem engagierten Team pädagogische Werte leben durfte. ... Jetzt freuen wir uns auf schon auf unsere neue Schule.“
Für das leibliche Wohl sorgten Eltern im eingerichteten Elternkaffee; ein Schulflohmarkt zog zusätzlich zahlreiche Besucher an. Bürgermeister Werner Krammer sprach seinen Dank an alle Helferinnen und Helfer aus.
Was der Abschied für Konradsheim bedeutet
Der Abschied vom Gebäude ist nicht nur ein symbolischer Akt: Er markiert das Ende einer räumlichen Epoche in der lokalen Bildungsinfrastruktur und den Beginn einer neuen Phase mit einem modernen Schulstandort. Für Familien bedeutet das organisatorische Anpassungen, etwa bei Schulwegen und Routinen. Für das Ortsbild steht ein Veränderungsprozess an, bei dem Abriss und anschließende Nutzung der Fläche langfristig das Dorfbild beeinflussen werden.
- Programmpunkte: Schuhplattler, Kindertheater, Schulchor, Ausstellung Schulchronik, Schulflohmarkt, Elternkaffee
- Akteurinnen und Akteure: Direktorin und Lehrteam, Eltern, Bürgermeister, freiwillige Helferinnen und Helfer
- Konsequenz: Abriss des Gebäudes; Umzug in die neue Schule
| Datum | Veranstaltung |
|---|---|
| 22. Juli 2026 | Abschlussevent mit Ausstellung und Auftritten |
Für die Bevölkerung bleibt vor allem die Dokumentation in der Schulchronik als verbindendes Element erhalten: Sie hält Abläufe, Anekdoten und die Entwicklung der Bildung vor Ort fest und bietet damit eine Brücke zwischen Vergangenheit und neuer schulischer Infrastruktur. Die weitere konkrete Verwendung der frei werdenden Fläche ist Thema für die kommenden kommunalen Beratungen.