Die Landesstraße L 93 in Waidhofen an der Ybbs — konkret die Redtenbachstraße — wird auf einer Länge von rund 920 Metern erneuert. Das Land Niederösterreich hat für die Sanierung einen Betrag von 400.000 Euro bereitgestellt. Am 30. Juli 2026 besichtigten Landtagsabgeordnete Edith Mühlberghuber (in Vertretung von LH-Stellvertreter Udo Landbauer), Bürgermeister Mag. Werner Krammer und DI Franz Stiedl, Leiter der NÖ Straßenbauabteilung Amstetten, die Baustelle.
Grund und Ziele der Maßnahme
Die Straße wies nach Angaben der Baubehörde deutliche Oberflächenschäden wie Verdrückungen, Netzrisse und Ausmagerungen auf und entsprach in Teilen nicht mehr den heutigen Anforderungen, insbesondere hinsichtlich der Fahrbahnbreite. Ziel der Maßnahme ist daher nicht nur die Wiederherstellung der Tragschicht und Deckschicht, sondern auch die Anpassung der Breite an moderne Standards und die Verbesserung der Entwässerung.
Wesentliche Baumaßnahmen
- Ausbau auf eine Mindestfahrbahnbreite von 6 Metern; an Kurven zusätzlich verbreitert.
- Erneuerung bzw. Ergänzung der Entwässerungsanlagen.
- Errichtung von zwei Wurfsteinmauern zur Sicherung.
- Aufbau mit neuer bituminöser Trag- und Deckschicht.
- Recycling des bestehenden Straßenaufbaus im sogenannten Baumischverfahren (Wiederverwendung von Asphalt- und Schottermaterial als Unterbau).
Bauausführung, Firmen und Zeitplan
Die Straßenmeisterei Waidhofen an der Ybbs koordiniert die Arbeiten gemeinsam mit regionalen Firmen. Konkret sind folgende Firmen genannt:
| Leistung | Firma / Ausführender |
|---|---|
| Erdarbeiten | Anton Pichler GmbH (Ybbsitz) |
| Fräs- und Heißmischgutarbeiten | Strabag |
| Baustellenleitung / Koordination | Straßenmeisterei Waidhofen an der Ybbs |
Die Arbeiten begannen Mitte Mai 2026 und sollen nach Plan bis Ende August 2026 abgeschlossen sein. Die Sanierung umfasst den Abschnitt zwischen Kilometer 15,500 und 16,420 der L 93.
Konkrete Bedeutung für Bewohner und Verkehr
Für Pendler, Anrainer und Güterverkehr bedeutet der Ausbau eine langfristige Verbesserung der Fahrbahnsicherheit und des Fahrkomforts. Kurzfristig sind während der Bauzeit Einschränkungen zu erwarten: temporäre Fahrstreifreduzierungen, mögliche Umleitungen oder wechselweise Sperrungen in den Bauabschnitten. Die Einbindung regionaler Unternehmen soll zudem lokale Wertschöpfung sichern.
Die gewählte Bauweise mit Recycling des vorhandenen Materials verringert nicht nur den Bedarf an neuem Schotter und Asphalt, sondern kann auch die Bauzeiten verkürzen und Ressourcen schonen — Aspekte, die für die Gemeinde und Anrainer von praktischer Bedeutung sind.
Die erfolgte Baustellenbesichtigung durch Landes- und Gemeindevertreter signalisiert, dass die Maßnahme als prioritär eingestuft wird und die Fertigstellung im genannten Zeitrahmen angestrebt wird. Anrainer werden gebeten, auf örtliche Verkehrsanordnungen zu achten und sich bei Fragen an die Straßenmeisterei Waidhofen an der Ybbs zu wenden.