In Rum stellte die SPÖ Tirol am 10. Juli 2026 den zweiten Schwerpunkt ihrer Kampagne „Unser Tirol, unsere Freizeit“ vor. Vertreten war die Landespartei durch LH-Stv. Philip Wohlgemuth, Soziallandesrätin Eva Pawlata und die Vizebürgermeisterin von Rum, Sabine Hölbling. Die Kernaussage: Freizeit darf nicht vom Geldbeutel abhängen.
Worum es konkret geht
Die SPÖ legte ein Maßnahmenpaket vor, das sich an Menschen richtet, die in Tirol leben oder hier arbeiten. Gefordert werden unter anderem:
- faire Eintrittspreise für Freizeitangebote, damit Ausflüge und Sport für Haushalte erschwinglich bleiben;
- die Wiedereinführung eines rechtssicheren Einheimischentarifs, von dem Tirolerinnen und Tiroler sowie Beschäftigte in Tirol profitieren sollen;
- mehr ganzjährig nutzbare Schwimmflächen sowie
- günstigere Kulturangebote für breite Bevölkerungsschichten.
Bei der Vorstellung betonte die Landespartei, dass Freizeit nicht nur Erholung bedeute, sondern eine wichtige Rolle für soziale Begegnung, Bewegung und das Zusammenleben spiele. Als Ziel formulierten die Verantwortlichen, Freizeitangebote weniger von Einkommen abhängig zu machen.
„Freizeit darf keine Frage des Geldbörsels sein.“
Wer soll profitieren — und warum jetzt?
Die Forderungen richten sich explizit an Menschen, die in Tirol wohnen oder hier arbeiten. Die SPÖ argumentiert, dass trotz eines starken Tourismus viele Einheimische ihre Heimat zunehmend nicht mehr leisten können. Der Einheimischentarif soll denjenigen zugutekommen, die das Land „jeden Tag mittragen“ — also gleichermaßen Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte.
| Maßnahme | Erwarteter Nutzen |
|---|---|
| Einheimischentarif | Zugang zu Skitagen, Bädern und anderen Freizeitangeboten für Einheimische |
| Ganzjährig nutzbare Schwimmflächen | Erhöhte Freizeit- und Sportqualität unabhängig von Saison |
| Günstigere Kulturangebote | Breitere Teilnahme an kulturellem Leben |
Folgen für Politik und Gesellschaft
Die Vorschläge der SPÖ betreffen mehrere Politikfelder: Tourismuswirtschaft, kommunale Infrastruktur, Sozialpolitik und Kulturbudget. Sollte die Debatte weitergeführt werden, müssten rechtliche Rahmenbedingungen und Finanzierungsfragen geklärt werden — insbesondere, wie Einheimischentarife umgesetzt werden können, ohne den Tourismussektor zu schädigen. Entscheidend wird sein, ob Land und Gemeinde bereit sind, Ausgleichsmechanismen zu schaffen, damit Betreiberinnen und Betreiber von Bädern, Skigebieten oder Kulturstätten wirtschaftlich planen können.
Für Besucherinnen und Besucher von Freizeitangeboten würde eine Umsetzung der Forderungen konkretere, dauerhafte Erleichterungen bedeuten: günstigere Tickets oder spezielle Tarife für Menschen mit Wohnsitz bzw. Beschäftigung in Tirol. Für die Politik ist das Thema auch ein Instrument, soziale Teilhabe sichtbar zu machen und in Wahlkämpfen zu besetzen.
Die SPÖ kündigte den Schwerpunkt als Teil ihrer Kampagne «Unser Tirol, unsere Freizeit» an; weitere Details zur Umsetzung und rechtliche Prüfungen standen in der von der Partei präsentierten Mitteilung nicht vollständig, da die Veröffentlichung im Zuge der Pressekonferenz fokussiert war.