Der Fortbestand des Melker Eislaufplatzes steht zur Debatte. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Stadtgemeinde wurde eine mögliche Schließung des Platzes diskutiert. Als Reaktion darauf hat die Sportunion Melk die Initiative „Eis für Melk“ ins Leben gerufen und Anfang Juli ein Rettungskonzept vorgestellt, das auf drei Säulen setzt.
Das Drei-Säulen-Modell
Kernidee der Sportunion ist es, Betriebskosten zu senken und zusätzliche Einnahmen zu generieren, ohne den Betrieb sofort aufzugeben. Die drei vorgesehenen Säulen sind:
- Freiwillige: Ehrenamtliche sollen einfache Aufgaben übernehmen, etwa Zwei-Stunden-Dienste an der Kassa oder beim Schlittschuhverleih. Besonders die Wochenenden könnten so abgedeckt werden.
- Sponsoring und Werbung: Lokale und regionale Betriebe sollen freie Werbeflächen rund um den Platz nutzen. Als Option ist auch ein Namensgeber für die Anlage vorgesehen. Die Einnahmen sollen laut Verein zu 100 % zweckgebunden und transparent für den Eislaufplatz verwendet werden.
- Preisanpassungen: Eintrittspreise und Platzmieten sollen erhöht werden. Explizit sieht das Modell auch höhere Gebühren für Kurse vor, wobei die Sportunion selbst nicht ausgenommen ist.
| Maßnahme | Ziel |
|---|---|
| Freiwillige Dienste | Personalkosten senken |
| Sponsoring / Namensrechte | zusätzliche, zweckgebundene Einnahmen |
| Preisanpassung | laufende Kosten decken |
Bedeutung für die Melker Bevölkerung
Obmann Reinhard Riedler unterstreicht die soziale Funktion des Platzes: Der Eislaufplatz sei gerade im Winter ein wichtiger Treffpunkt für Familien, Schulen, Vereine, Kinder und Jugendliche. In seinen Worten ist er „ein Ort des Miteinanders“.
„Er ist ein Ort des Miteinanders“
Für die Menschen in Melk bedeutet ein Erhalt der Anlage nicht nur Freizeitangebot, sondern auch eine Versorgungsfunktion für Sport- und Schulgemeinschaften. Sollten die Personal- oder Betriebskosten nicht reduziert und neue Einnahmequellen nicht erschlossen werden, droht eine Schließung mit spürbaren Einschränkungen für schulische Eislaufstunden, Vereinsaktivitäten und die Wochenendfreizeitgestaltung.
Weitere Schritte und Fristen
Die Sportunion wird die Resonanz auf den Aufruf auswerten: Anfang August ist ein weiterer Gesprächstermin mit der Stadtgemeinde geplant, bei dem Rückmeldungen möglicher Helferinnen und Helfer sowie Details des Drei-Säulen-Modells besprochen werden sollen. Entscheidend für den Fortbestand des Platzes wird sein, ob ausreichend Ehrenamtliche gewonnen und Sponsoren- bzw. Werbepartner gefunden werden können.
Für Bewohnerinnen und Bewohner von Melk ergeben sich daraus konkrete Handlungsmöglichkeiten: Engagement als Freiwillige (z. B. Zwei-Stunden-Schichten an Wochenenden), Interesse an Werbeflächen oder Namenssponsoring durch lokale Betriebe sowie die Bereitschaft, moderate Preissteigerungen in Kauf zu nehmen, um das Angebot zu erhalten.
Die Initiative „Eis für Melk“ bildet aktuell den zentralen Vorschlag zur Rettung der Anlage. Ob und in welcher Form der Eislaufplatz im kommenden Winter geöffnet sein wird, hängt nun maßgeblich von der lokalen Unterstützung sowie den kommenden Gesprächen zwischen Sportunion und Stadtgemeinde ab.