Umwelt Rohr Bezirk Güssing

Rohr startet im August Bau des Hangwasserschutzes gegen Starkregen

Nach jahrelanger Planung beginnt in Rohr im August der Bau eines Rückhaltebeckens und weiterer Maßnahmen gegen Hangwasser. Die Kosten betragen rund 353.000 Euro, Bund und Land tragen 80 Prozent, Fertigstellung ist für Herbst 2027 geplant.

Rohr startet im August Bau des Hangwasserschutzes gegen Starkregen
©Illustration KI Maximilian Wagner / steirerblatt.at

Gemeinde Rohr sichert Ortsgebiet gegen Starkregen

Die Marktgemeinde Rohr geht einen entscheidenden Schritt gegen wiederkehrende Überflutungsrisiken: Nach mehrjährigen Planungen startet im August der Bau eines umfassenden Hangwasserschutzprojekts, das das Ortsgebiet vor den großen Wassermengen schützen soll, die bei starken Niederschlägen aus den umliegenden Hügeln zufließen.

Rohr liegt in einem Talkessel; die Zuläufe aus den Bereichen Bocksdorf, Rohrbrunn und Deutsch Kaltenbrunn bündeln sich hier und haben in der Vergangenheit wiederholt zu kritischen Abflussereignissen geführt. Ziel der Maßnahmen ist es, das anfallende Hangwasser bereits außerhalb der Siedlung zurückzuhalten und kontrolliert abzuleiten, um Gefahren für Gebäude, Infrastruktur und landwirtschaftliche Flächen zu reduzieren.

„Die Behörden sind mit den Prüfungen der eingereichten Unterlagen fertig, auch die Bauarbeiten wurden bereits an den Bestbieter vergeben“, informiert Bürgermeister Gernot Kremsner.

Kernstück des Vorhabens ist ein größeres Rückhaltebecken, ergänzt durch neue Rohrverbindungen, Kanäle und Entwässerungsgräben, die den Abfluss drosseln und lenken sollen. Nach Angaben der Gemeinde laufen die Arbeiten nach einer seit 2020 dauernden Plan- und Genehmigungsphase nun in die Umsetzungsphase.

  • Baubeginn: August (Dieses Jahr)
  • Geplante Fertigstellung: Herbst 2027
  • Gesamtkosten: ca. 353.000 Euro
  • Finanzierung: Bund und Land 80 %, Gemeinde Rohr 20 %

Für Anrainer und Grundstückseigentümer ist neben dem Hochwasserschutz auch relevant, dass im Zuge des Projekts ein bestehendes Aufschließungsprojekt erweitert wird: Dadurch entstehen Flächen für bis zu acht neue Baugrundstücke, was für die lokale Entwicklung Bedeutung hat.

PostenAngabe
Gesamtkosten353.000 Euro
Förderanteil Bund/Land80 %
Eigenanteil Gemeinde20 %
BaubeginnAugust
FertigstellungHerbst 2027

Die Gemeinde betont, dass mit der Vergabe an den Bestbieter die Voraussetzungen für eine zügige Umsetzung geschaffen seien. Technisch gesehen soll die Kombination aus Rückhaltebecken, Verrohrungen und Entwässerungsgräben die Fließgeschwindigkeit des Hangwassers reduzieren und so die Belastung für das Ortsnetz minimieren.

Für die Bevölkerung bedeutet das Projekt eine Verringerung des Hochwasserrisikos; für die Gemeinde eröffnet sich zudem Planungssicherheit hinsichtlich weiterer Siedlungsentwicklung durch die neu geschaffenen Baugrundstücke. Anwohner sollten in den kommenden Wochen auf Informationen der Gemeinde zu Bauabschnitten, eventuellen Verkehrsbeeinträchtigungen und zeitweiligen Sperren achten. Konkrete Details zu Arbeitszeiten und Verkehrsführungen werden laut Bürgermeisteramt noch bekanntgegeben.

Die Umsetzung zeigt, wie Kommunen in der Region auf häufiger auftretende Wetterextreme reagieren: Mit kombinierter technischer Infrastruktur und Fördermitteln von Bund und Land sollen die Folgen von Starkregenereignissen künftig eingeschränkt werden.

Maximilian Wagner
Maximilian KI Korrespondent im Bezirk Güssing online

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