Stabile Entwicklung, steigende Zahlen und Baustart in Sicht
Die Raiffeisen-Regionalbank Güssing-Jennersdorf hat das Geschäftsjahr 2025 mit deutlichen Zuwächsen abgeschlossen und stellt sich zugleich auf eine neue Firmenzentrale in der Stadt Güssing ein. Bei der Generalversammlung im Kulturzentrum präsentierten die Verantwortlichen eine Bilanz, die sowohl bei den Kundeneinlagen als auch bei der Kreditvergabe Zuwächse ausweist.
Die Bilanzsumme wuchs im Vergleich zum Vorjahr um rund 29,67 Millionen Euro oder 2,81 Prozent und erreichte damit 1,083 Milliarden Euro. Vorstandsdirektor Günter Penthor hob dabei das Betriebsergebnis und die Eigenmittelausstattung als Zeichen von Vertrauen und Solidität hervor.
„Das Betriebsergebnis von 20,761 Millionen Euro und die Eigenmittelausstattung von über 115,07 Millionen Euro oder 22,99 Prozent zeugen von einem starken Kundenvertrauen und einem soliden finanziellen Fundament der Bank.“
Aus Sicht der Kundinnen und Kunden spielen vor allem die gesteigerten Kreditvolumina und die wachsenden Einlagen eine Rolle: Der Bilanzwert der Kredite an Kunden stieg auf 655,6 Millionen Euro (2024: 633,5 Millionen Euro), ein Plus von 3,49 Prozent. Die Kundengelder in Form von Giro- und Spareinlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 936,7 Millionen Euro, ebenfalls ein deutlicher Anstieg gegenüber 2024.
Neubau als lokales Infrastrukturprojekt
Konkrete Auswirkungen auf Güssing hat der geplante Neubau der Bankzentrale: Das Gebäude soll zwischen dem WIM-Center und dem Pflegeheim entstehen. Geplanter Baubeginn ist im April 2027, der Bezug des neuen Hauses ist für das vierte Quartal 2028 vorgesehen. Für die Region sind daraus mehrere Effekte zu erwarten: Bauaufträge, mögliche zusätzliche Arbeitsplätze und eine sichtbare Stärkung des wirtschaftlichen Standorts Güssing.
Aufsichtsratsvorsitzender Berthold Schlaffer unterstrich die genossenschaftliche Ausrichtung der Bank, die sich an den Prinzipien von Selbsthilfe, Solidarität und Nachhaltigkeit orientiere. Zudem gab es bei der Versammlung einen Vortrag zu geopolitischen Entwicklungen und ihren Folgen für Banken von Johann Strobl, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen-Bank International.
Bedeutung für Kundinnen und Kunden im Bezirk
Für Privat- wie Firmenkunden im Bezirk Güssing bedeuten die Zahlen vor allem Kontinuität bei Kreditverfügbarkeit und Verwahrung von Einlagen. Die erhöhte Eigenkapitalausstattung stärkt die Risikotragfähigkeit der Bank, was sich langfristig auf Konditionen und Finanzierungsmöglichkeiten auswirken kann. Außerdem bringt die Bauphase ab 2027 lokale wirtschaftliche Impulse, etwa für Handwerk und Gewerbe.
- Bilanzsumme: 1,083 Mrd. Euro (+2,81 %)
- Kredite an Kunden: 655,6 Mio. Euro (+3,49 %)
- Kundengelder (Giro/Spareinlagen): 936,7 Mio. Euro
- Geplanter Baubeginn Zentrale: April 2027; Bezug Q4 2028
| Posten | Wert (2025) | Veränderung |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 1,083 Mrd. € | +2,81 % |
| Kredite an Kunden | 655,6 Mio. € | +3,49 % |
| Kundengelder | 936,7 Mio. € | +>2 % |
| Summe verwaltete Kundengelder | 2,045 Mrd. € | +4,06 % |
Die präsentierten Zahlen belegen laut Bankleitung eine stabile Entwicklung und anhaltendes Kundenvertrauen. Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Güssing sind sowohl die Finanzierungsperspektiven als auch die absehbaren Bauaktivitäten von praktischem Interesse. Konkrete Auswirkungen auf Zinssätze, Personalstärke oder Umfang lokaler Bauvergabe nannte die Bankversammlung nicht im Detail.
Die Ausrichtung auf genossenschaftliche Werte sowie die geplante Investition in eine neue Zentrale signalisieren, dass die Raiffeisen-Regionalbank Güssing-Jennersdorf ihre Rolle als regionaler Finanzpartner bekräftigt und gleichzeitig strukturell für künftiges Wachstum vorsorgt.