Das Vier-Sterne-Superior-Hotel Larimar in Stegersbach hat seine Bettenkapazität ausgebaut: Mit der jüngsten Bauetappe wurden 14 zusätzliche Einzelzimmer geschaffen, wodurch die Zahl der Betten von zuvor 206 auf nun 220 steigt. Betreiber Johann Haberl bezeichnete die jüngste Ausbaustufe als seine neunte Entwicklungsphase des Hauses seit der Eröffnung im Jahr 2007.
Was gebaut wurde und wie schnell
Die Erweiterung um ein komplettes Stockwerk in Holzbauweise wurde nach Angaben des Hoteliers innerhalb von nur 30 Tagen errichtet und möbliert. Neben den 14 neuen Einzelzimmern wurden außerdem sieben Doppelzimmer und eine Vier-Personen-Suite umfassend runderneuert. Der Spa-Bereich erhielt zusätzliche Angebote in Form einer erweiterten "Spa-Boutique" mit Gesundheits- und Schönheitsprodukten, und die Hotel-Software wurde auf den neuesten Stand gebracht.
Finanzierung, Energie und Nachfrage
Für die jüngste Investitionsrunde werden rund 2,5 Millionen Euro genannt; ein Teil dieser Summe ist mit Unterstützung aus EU-Mitteln finanziert worden. Parallel zur baulichen Erweiterung wurde die Photovoltaikanlage auf dem Dach vergrößert: Die Leistung beträgt nun 22 Kilowatt, wodurch bis zu 30 Prozent des täglichen Strombedarfs des Hauses gedeckt werden können.
„Der Anteil der Ein-Personen-Haushalte in Österreich ist in den letzten 20 Jahren um 22,3 Prozent gestiegen. Bei uns herrschte in den letzten Jahren bereits eine Übernachfrage nach Einzelzimmern“,
erklärte Hotelier Johann Haberl zur strategischen Ausrichtung auf Alleinreisende. Laut den Angaben des Hauses reisen bereits rund 20 Prozent der Gäste allein an.
Regionale Bedeutung
Für die Gemeinde und die lokale Tourismuswirtschaft im Bezirk Güssing ist die Erweiterung des Larimar von praktischer Bedeutung: Mehr Einzelzimmer bedeuten eine bessere Auslastung in Segmenten wie Gesundheits-, Kur- und Thermaltourismus, die für Stegersbach mit seiner Thermalinfrastruktur zentral sind. Bürgermeister Jürgen Dolesch lobte die Fähigkeit der Familie Haberl, touristische Trends zu erkennen und umzusetzen, was sich für die Standortentwicklung positiv auswirken kann.
- Neue Betten: 14 Einzelzimmer, Gesamtbetten nun 220
- Investitionsvolumen: rund 2,5 Millionen Euro (mit EU-Unterstützung)
- Erneuerungen: 7 Doppelzimmer, 1 Suite, Spa-Boutique, Hotel-Software
- Photovoltaik: 22 kW, bis zu 30% des Tagesbedarfs
Praktische Folgen für Gäste und lokale Anbieter
Gäste, die allein reisen, finden künftig ein größeres Angebot an Einzelzimmern, was die Buchungssituation entspannen dürfte. Für lokale Dienstleister — etwa Thermenbetreiber, Gastronomie und ergänzende Freizeitangebote — bedeutet die Kapazitätssteigerung potenziell mehr Nachfrage, insbesondere in Neben- und Übergangszeiten. Die Modernisierung der Technik und des Spa-Angebots kann zudem die Aufenthaltsqualität erhöhen und längere Aufenthalte begünstigen.
| Vorher | Nachher |
|---|---|
| 206 Betten | 220 Betten |
| Photovoltaik: kleiner | Photovoltaik: 22 kW (bis zu 30% Bedarf) |
Insgesamt zeigt der Ausbau des Hotel Larimar den anhaltenden Trend, touristische Angebote differenzierter auszurichten — hier mit besonderem Augenmerk auf Alleinreisende und Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Für den Bezirk Güssing ist dies ein weiteres Signal, dass private Investitionen und Fördermittel zur Stärkung der touristischen Infrastruktur beitragen können.