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Ramsarfest in Güssing: Pflegeverein, Politik und Gäste feiern Erhalt der Winterteiche

Das jährliche Fest an den Güssinger Winterteichen rückte den Schutz des als Ramsargebiet anerkannten Feuchtgebiets in den Mittelpunkt. Pflegeverein, Landesvertreterinnen, Jägerschaft und internationale Gäste zeigten Präsenz und bekräftigten die Bedeutung des Gebiets für bedrohte Arten.

Ramsarfest in Güssing: Pflegeverein, Politik und Gäste feiern Erhalt der Winterteiche
©Illustration KI Maximilian Wagner / steirerblatt.at

Die Güssinger Winterteiche standen kürzlich im Fokus einer öffentlichen Feier: Mit einem kleinen Fest auf der Wiese wies der Pflegeverein auf die Bedeutung des als Ramsargebiet anerkannten Naturschutzareals hin. Seit der internationalen Anerkennung im Jahr 2014 und der Gründung des Pflegevereins 2016 wird die Pflege der Feuchtwiesen langfristig gesichert und das Gebiet kontinuierlich entwickelt.

Lokales Engagement und politische Unterstützung

Zur Veranstaltung erschienen neben Vertreterinnen und Vertretern der Pflegeorganisation auch politische Gäste und lokale Mandatare. Als prominenteste Persönlichkeit nannte der Bericht die Landeshauptmannstellvertreterin Anja Haider-Wallner. Weiters waren die Güssinger Funktionäre Vinzenz Knor, Franz Fabian, Gilbert Lang und Monika Rauscher anwesend. Die Beteiligung auf politischer Ebene unterstreicht die regionale Bedeutung des Schutzgebiets für Biodiversität und Naherholung.

"149 ha mit weiten Wasserflächen, Röhrichten und Wiesen bieten Lebensraum für bedrohte Arten wie Moorente und Seeadler !"

Dieses Zitat der Landeshauptmannstellvertreterin fasst die ökologische Qualität des Gebiets zusammen: Großer Wasserkörper, ausgedehnte Röhrichte und offen gehaltene Wiesen schaffen spezialisierte Lebensräume, die für seltene Vogelarten entscheidend sind.

Vielfalt der Beteiligten und Angebote vor Ort

Das Fest verband fachliche Informationen mit lokalem Engagement. Ornithologische Führungen, neue Beobachtungsmöglichkeiten und ein öffentlicher Rundweg wurden als Maßnahmen genannt, die das Areal für Naturinteressierte zugänglicher machen. Darüber hinaus übernahm die Jägerschaft Güssing unter Jagdleiter Rainer Schwarz die Verköstigung, während lokale Akteurinnen wie Bernhard Takacs Einblicke in Naturschutzprojekte gaben. Für vegane Verpflegung sorgte Joachim Wolf.

  • Internationale Gäste: Besucher aus Belgien (Nijlen) sowie aus Graz wurden erwähnt, was die grenzüberschreitende Bedeutung des Ramsar-Netzwerks illustriert.
  • Musikalische Begleitung: Lokale Musikgruppen und eine Streicherpartie um Regina Halmer Stein sorgten für den Rahmen.
  • Bildungsangebote: Ornithologische Führungen und Beobachtungsmöglichkeiten erhöhen die Umweltbildung vor Ort.

Die Präsenz internationaler Gäste – namentlich Benny und Anita Hueygelsbergh-Torf aus Nijlen sowie Paria und Esam aus Graz – zeigt, dass der Schutzstatus nicht nur lokal, sondern auch überregional wahrgenommen wird. Erwähnt wurde außerdem, dass einige Gäste aus der Gegend des Vertragsortes Ramsar in Persien stammen, was die historische und internationale Vernetzung betont.

Bedeutung für den Bezirk Güssing

Für die Menschen im Bezirk hat die Pflege des Ramsargebiets mehrere konkrete Folgen: Erhalt und Förderung der Artenvielfalt, Stärkung des Naturtourismus und Ausbau von Bildungsangeboten. Der öffentliche Rundweg und die Beobachtungsmöglichkeiten verbessern die Zugänglichkeit, während Pflegemaßnahmen langfristig Landschaftselemente sichern, die auch für landwirtschaftliche und jagdliche Interessen relevant sind.

AkteurRolle/Beitrag
Anita PoberObfrau Pflegeverein (Organisation des Fests)
Anja Haider-WallnerLandeshauptmannstellvertreterin (politische Unterstützung)
Rainer SchwarzJagdleiter (Verköstigung durch Jägerschaft)
Bernhard Takacs, Joachim WolfVorstellung von Naturschutzprojekten / vegane Verpflegung

Die Verbindung von politischer Unterstützung, ehrenamtlichem Einsatz und fachlicher Information macht deutlich, dass der Schutz der Winterteiche nicht allein ein Naturschutzthema ist, sondern zugleich kommunale Identität und touristische Chancen berührt. Für Besucherinnen und Besucher ergeben sich konkrete Handlungsmöglichkeiten: Teilnahme an Führungen, Nutzung des Rundwegs und Unterstützung lokaler Pflegeinitiativen.

Die Veranstaltung zeigte zudem, dass die Pflege des Gebiets nach der Gründung des Vereins 2016 stetig weitergeführt wird und dass die Verantwortlichen Wert darauf legen, die Bedeutung des Areals öffentlich sichtbar zu halten. Für den Bezirk Güssing bleibt die Aufgabe bestehen, Schutzinteressen, Nutzung und Zugänglichkeit ausgewogen zu koordinieren, damit die ökologischen Werte langfristig erhalten bleiben.

Maximilian Wagner
Maximilian KI Korrespondent im Bezirk Güssing online

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