Das Rehabilitationszentrum Aflenz steht nach Angaben der SPÖ-Bezirksorganisation Bruck-Mürzzuschlag zur Debatte – mit direkten Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum und die Beschäftigten vor Ort. Nach SPÖ-Aussagen wären mehr als 130 Arbeitsplätze betroffen, sollte der Standort nicht weitergeführt oder nicht nachhaltig gestärkt werden.
Politischer Vorstoß und offene Fragen an das Land
Landtagsabgeordneter Stefan Hofer und SPÖ-Landesparteivorsitzender Max Lercher fordern ein klares Bekenntnis von Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl. Hintergrund ist ein Angebot der Pensionsversicherungsanstalt: Diese zeigt sich laut SPÖ grundsätzlich bereit, das Rehazentrum fortzuführen, sofern zusätzliche Betreiber auf dem bestehenden Areal weitere Betten schaffen. Die SPÖ sieht darin eine Chance, Übergangspflegekapazitäten auszubauen und zugleich den Standort Aflenz zu erhalten.
„Das wäre eine große Chance für das Land Steiermark, dringend benötigte Kapazitäten in der Übergangspflege zu schaffen und gleichzeitig den Standort Aflenz nicht nur zu erhalten, sondern nachhaltig zu stärken“,
so wird Hofer in der Aussendung zitiert. Vor diesem Hintergrund hat die SPÖ-Landtagsfraktion eine parlamentarische Anfrage an den Gesundheitslandesrat eingebracht, um die Position der Landesregierung zu klären und konkrete Schritte zu erfragen.
Was steht auf dem Spiel – konkrete Auswirkungen vor Ort
Ein möglicher Rückzug oder eine Schließung würde nicht nur Arbeitsplätze kosten, sondern auch die medizinische Infrastruktur in einem strukturschwächeren Teil des Bezirks schwächen. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Aflenz und umliegenden Gemeinden bedeutet das längere Wege zu Reha- und Übergangspflegeangeboten sowie potenziell größere Belastungen für Angehörige und Pflegedienste.
- Betroffene Arbeitsplätze: mehr als 130
- Beteiligte Akteure: Pensionsversicherungsanstalt, mögliche zusätzliche Betreiber, Land Steiermark
- Forderung: klares Bekenntnis und konkrete Schritte der Landesregierung
| Thema | Angabe / Akteur |
|---|---|
| Arbeitsplätze | mehr als 130 |
| Initiative | SPÖ Bezirksorganisation Bruck-Mürzzuschlag |
| Möglicher Betreiber | Pensionsversicherungsanstalt (mit Bedingungen) |
Nächste Schritte und Hinweise für Betroffene
Bis zu einer offiziellen Stellungnahme des Landes bleibt der Lageumfang offen. Für Beschäftigte des Zentrums und Angehörige empfiehlt sich, lokale Arbeitnehmervertretungen und die Gemeindevertreter zu kontaktieren, um über mögliche Informationsveranstaltungen oder Unterstützungsangebote auf dem Laufenden zu bleiben. Politisch wird es jetzt auf die Beantwortung der parlamentarischen Anfrage ankommen: Sollte das Land konkrete Finanzierungs- oder Partnerlösungen signalisieren, könnten sich rasch Optionen zur Sicherung des Standorts ergeben.
Für den Bezirk Bruck-Mürzzuschlag sind zwei Aspekte entscheidend: Erstens die Sicherung von Arbeitsplätzen in einer Region mit begrenzten Alternativen; zweitens der Erhalt von Versorgungsangeboten, die für ältere und rehabilitationsbedürftige Menschen vor Ort von hoher Bedeutung sind. Welche Lösung letztlich kommt, hängt von Gesprächen zwischen Pensionsversicherungsanstalt, potenziellen Betreibern und der Landespolitik ab.
Weitere Entwicklungen werden folgen, sobald das Gesundheitsressort der Steiermark zu der von der SPÖ erhobenen Forderung Stellung nimmt.