Bestandsaufnahme über die Sommerferien
In Bruck an der Mur haben die Vorarbeiten für die geplante Generalsanierung der Mittelschule begonnen: Über die neunwöchigen Sommerferien werden umfassende Untersuchungen am Bestandsgebäude durchgeführt. Der Gemeinderat hatte im März dieses Jahres die Sanierungsvariante beschlossen, nachdem Neubau-, Umzugs- und Sanierungsoptionen zuvor intensiv politisch diskutiert worden waren.
Mit der Bestandserhebung wurde das Ziviltechnikerbüro Lugitsch&Partner beauftragt. Damit setzt die Stadtverwaltung auf Experten, die bereits im Zuge der zuvor geprüften Neubauvariante am Projekt mitgewirkt hatten. Ziel ist es, die bauliche Substanz, die Statik, die Haustechnik, das Dach und die Elektroinstallationen detailliert zu dokumentieren und zu bewerten.
Umfang und Inhalte der Untersuchungen
Die technische Bestandsaufnahme umfasst rund 50 Bauteilöffnungen sowie eine vollständige Vermessung des Gebäudes und die Erstellung von Bestandsplänen. Nach Abschluss sollen die Erkenntnisse in einem Gesamtbericht zusammengeführt werden, der als Entscheidungsgrundlage für die weiteren Planungsschritte dienen wird.
- Beauftragtes Büro: Lugitsch&Partner
- Anzahl Bauteilöffnungen: ca. 50
- Nutzungsdauer der Untersuchungen: neun Wochen Sommerferien
Die Stadt nennt für die Untersuchungen einen Betrag von rund 100.000 Euro. Gleichzeitig gelten vom Land Steiermark vorgegebene Rahmenbedingungen: Für die Sanierung darf ein vorgegebener Kostendeckel nicht überschritten werden.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Bestandsuntersuchungen | ~100.000 Euro |
| Vorgesehener Kostendeckel (brutto) | 18,5 Millionen Euro |
„Ich freue mich sehr, dass nach so langer Zeit nun endlich die ersten konkreten Schritte für unsere Mittelschule gesetzt werden.“
Bedeutung für die Schulgemeinschaft und weitere Schritte
Die laufenden Untersuchungen sollen die Grundlage dafür schaffen, die Generalsanierung sauber, realistisch und verantwortungsvoll zu planen – so die Begründung aus der Stadt. Für Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler bedeutet das: Zunächst werden Fakten gesammelt und Varianten geprüft; konkrete Aussagen zu Ablauf, Dauer der Bauarbeiten oder zur Organisation des Unterrichts während der Sanierung stehen erst nach Auswertung des Berichts an.
Wichtig ist der vom Land vorgegebene Kostendeckel von 18,5 Millionen Euro. Demnach müssen alle Planungen dem Prinzip „Design to Cost" folgen, also innerhalb dieses finanziellen Rahmens bleiben. Das Ergebnis der Untersuchungen und der anschließende Gesamtbericht werden deshalb entscheidend dafür sein, welche Maßnahmen technisch möglich sind und welche finanziellen Konsequenzen sie für die Gemeinde haben.
Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Bruck-Mürzzuschlag liefert die jetzt gestartete Phase erstmals belastbare Daten nach Jahren politischer Debatten. Die Auswertung der Bestandsaufnahme wird zeigen, ob die beschlossene Sanierungsvariante praktikabel ist oder ob Änderungen in Umfang oder Konzept erforderlich werden.