Brand in Pernegg: Lage weiterhin ernst, Glutnester werden gezielt bekämpft
Ein Blitzschlag am Samstagnachmittag hat in Pernegg im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag einen Waldbrand ausgelöst. Am Abend und in der Nacht waren umfangreiche Kräfte im Einsatz, auch am Sonntag wurden die Maßnahmen fortgesetzt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Die Einsatzleitung meldete, dass einzelne Brandstellen bereits gelöscht werden konnten, in anderen Bereichen jedoch noch Glutnester zu bekämpfen sind. Dabei kommen sowohl Maßnahmen vom Boden als auch Löschrucksäcke und Luftunterstützung zum Einsatz, um schwer zugängliche Abschnitte zu erreichen.
Betroffene Einsatzzahlen und Maßnahmen im Überblick:
- 20 Fahrzeuge waren am Samstag im Einsatz
- 140 Feuerwehrkräfte unterstützten die Löscharbeiten bis in die späten Abendstunden
- Über Nacht wurde Brandwache gehalten; am Sonntag setzten 120 Kräfte und ein Polizeihubschrauber die Arbeiten fort
| Datum | Fahrzeuge | Personen | Luftunterstützung |
|---|---|---|---|
| Samstag (Einsatzbeginn) | 20 | 140 | Polizeihubschrauber |
| Sonntag (Fortsetzung) | — | 120 | Polizeihubschrauber |
Bei der ersten Lageerkundung stellten die Einsatzkräfte fest, dass es nicht bei einer einzelnen Brandstelle blieb. Neben dem Brand im Bereich des Hochangers und im Kaltenbachgraben wurde ein dritter Brand am Gegenhang festgestellt, weshalb die Alarmierung eines Hubschraubers erfolgte.
„Bei der Erkundung des Waldbrandes wurde am Gegenhang eine Rauchentwicklung festgestellt, weshalb wir dann einen Hubschrauber angefordert haben.“ — Roland Gödl, Einsatzleiter
Der zuständige Waldbrandsachverständige des Landes Steiermark führte den Ausbruch auf einen Blitzschlag zurück und wies zugleich auf die anhaltend erhöhte Waldbrandgefahr hin. Er betonte, dass die zuletzt hohen Temperaturen und ausbleibende Niederschläge die Böden trocken gehalten hätten.
„Aufgrund der Temperaturen in den letzten Wochen und des ausbleibenden Niederschlags ist die Gefahr derzeit sehr hoch.“ — Peter Ondrich, Waldbrandsachverständiger
Für die Bevölkerung im Nahbereich bedeutet das vorerst erhöhte Vorsicht: Offene Feuerstellen im Freien bleiben tabu, das Betreten besonders betroffener Waldabschnitte kann eingeschränkt sein, und es ist mit verstärkter Lärm- und Sichtbelastung durch Hubschraubereinsätze zu rechnen. Feuerwehr und Polizei halten weiterhin Brandwachen und führen Nachkontrollen durch, um ein Aufflammen zu verhindern.
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, umgehend Feuerwehr oder Polizei zu verständigen, wenn Rauchentwicklung oder neue Brandherde entdeckt werden. Weitere Informationen werden von den lokalen Einsatzleitungen veröffentlicht, sobald die Lage stabilisiert ist.