Familienbetrieb bleibt in Bruck
Das in Bruck an der Mur etablierte Architekturbüro von Meinhard Neugebauer hat einen offiziellen Wechsel an der Spitze vollzogen. Mit 1. Juli übergab der Gründer die Geschäftsführung an seine Tochter Ute Neugebauer. Die Übergabe gilt zwar als formaler Akt, in der Praxis handelt es sich nach Angaben der Beteiligten jedoch um das Resultat eines langjährigen Prozesses.
Das Büro war 1984 als Einzelunternehmen am Minoritenplatz gegründet worden und verlegte seinen Sitz in der Folge an das Wiener Tor, wo es bis heute arbeitet. In den vergangenen Jahrzehnten wuchs das Unternehmen strukturell: 2005 trat Ute in das Familienunternehmen ein, 2012 erfolgte die Umwandlung in die Neugebauer Architektur ZT GmbH. Aktuell beschäftigt das Büro nach eigenen Angaben fünf Mitarbeiter.
Bedeutung für lokale Wirtschaft und Beschäftigung
Der Wechsel in der Geschäftsführung hat unmittelbare Folgen für die lokale Wirtschaftslandschaft: Er sichert den Fortbestand eines regional verwurzelten Dienstleisters im Bereich Architektur und Planungsleistungen und schützt Arbeitsplätze vor Ort. Zudem signalisiert die Fortführung durch die nächste Generation Kontinuität bei laufenden Projekten und bei Beziehungen zu Auftraggebern in Stadt und Bezirk.
- Gründung: 1984 am Minoritenplatz
- Sitz: derzeit Wiener Tor, Bruck an der Mur
- Wichtigste Daten: Eintritt Ute 2005; Umwandlung in GmbH 2012; Geschäftsübergabe 1. Juli
Familienstruktur prägt Betriebskultur
Das Unternehmen bleibt ein Familienbetrieb: Neben der neuen Geschäftsführerin sind auch die Ehefrau des Gründers sowie der Schwiegersohn im Büro tätig. Zudem verbringen die beiden Söhne viel Zeit in den Räumlichkeiten, was die familiäre Verankerung und den internen Zusammenhalt betont. Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger sowie die Wirtschaftskoordinatorin der Stadt, Stefanie Gleixner, statteten dem Büro aus Anlass der Übergabe einen Besuch ab.
"Der Schritt zurück ist in diesem Fall ein angenehmer für mich und ein Grund zur Freude."
Die anwesenden Vertreterinnen der Stadt und die Geschäftsführung beschrieben die Übergabe als geordneten Prozess, der bereits über zwei Jahrzehnte vorbereitet worden sei. Für Kunden und Mitarbeitende bedeute dies vor allem Stabilität. Für die Gemeinde von Bruck an der Mur ist die Fortführung eines seit Jahrzehnten aktiven Architekturbüros ein Signal für dauerhafte lokale Kompetenz im Bau- und Planungsbereich.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1984 | Gründung als Einzelunternehmen am Minoritenplatz |
| 2005 | Eintritt von Ute Neugebauer ins Unternehmen |
| 2012 | Umwandlung in Neugebauer Architektur ZT GmbH |
| 2026 (1. Juli) | Formelle Geschäftsübergabe an Ute Neugebauer |
Langfristig dürfte die Entscheidung dazu beitragen, dass Planungskompetenz und vorhandene Netzwerke in Bruck erhalten bleiben. Die Stadtvertretung hob bei ihrem Besuch hervor, dass solche Unternehmensübergaben wichtig für die lokale Wirtschaft seien, weil sie Wissen und Aufträge in der Region halten. Für Auftraggeber, die mit dem Büro zusammenarbeiten, ändert sich damit voraussichtlich wenig: Die bewährten Ansprechpartner und Betriebsstrukturen bleiben erhalten.